Eröffnung interfilm Kurzfilmfestival

Vom 4. bis 9.11. findet in Berlin mal wieder das Interfilm – Kurzfilmfestival statt. Gestern abend war die Eröffnung im Haus der Kulturen der Welt. Die letzten Jahre gab´s im Anschluss an Eröffnungsreden und Appatizer-Filmen immer noch einen tollen Empfang mit Freigetränken. Den Empfang gab´s auch, aber das Freibier wurde nicht bis zum bitteren Ende ausgegeben. Da hat es wohl in der Vergangenehit böse Szenen gegeben.

Letzes Jahr war meine Stimmung aber auch besser, dass hätte jetzt grenzenloses Freibier auch nicht geändert (obwohl…?). War aber eigentlich ganz nett. Viele Leute getroffen, viel Buschtrommel. Scheint so, als ob alle irgendwie jobmässig unterkommen gerade. Leute haben Jobs bekommen, von denen ich überhaupt nichts wusste, oder von denen ich wusste, mich aber nicht drauf beworben habe. Nungut, ich hab ja auch einen Job bekommen, von dem die nichts wussten. Aber trotzdem komisch, warum bin ich nicht zufrieden erstmal, sondern werde leicht nervös, wenn ich höre was andere so machen? Wahrscheinlich, weil ich hier beim neuen Job noch nicht so blicke, wohin mein inhaltlicher Schwerpunkt sich verlagern wird.

Folgende Filme wurden zur Eröffnung gezeigt:

Hochbetrieb (Peak Hour)
Regie: Andreas Krein
Deutschland, 2003
05m 00s

Ein Wolkenkratzer. Hoch oben auf dem Gerüst: Ein Vorarbeiter, sein Lehrling, dessen Frosch und eine Mittagspause, die keine ist. Gelungene Vermischung mit Real-schauspielern und Computeranimation von der Filmhochschule Ludwigsburg
>>> Mehr zum Film: http://www.filmakademie.de/hochbetrieb

L‘ Homme sans Tete (The Man Without A Head)
Regie: Juan Solanas
Frankreich, 2003
15m 00s
French, Untertitel: English

Der Mann ohne Kopf bereitet sich auf ein Rendezvous vor. Heute Nacht wird er ihr seine Liebe erklären, aber zuerst muss noch ein Kopf her.
Auch eine klasse Computeranimation, poetisch und mit Gefühl kommt man ins Träumen.

Q
Regie: Jeremy Weinstein
Australien, 2002
03m 26s

Er steht in der Schlange und wartet. Und wartet. Eine Maus dreht sich im Rad. Und die Schlange? Sie bleibt lang!
Den Film fand ich blöd. Spoiler: Die Warteschlange ist ein Kreis, das Kreisthema wird andauernd aufgenommen: Hamsterrad, Uhr, CD… sodass am Ende die Auflösung nur noch ein platter (und vorhersehbarer) Gag ist. Typische Schulübung zum Thema Formsprache im Film.

Stagnate
Regie: Miranda Bowen
England, 2002
05m 15s
English

Die einsame Sekretärin Mildred liebt Pflanzen. Sie pflegt sie liebevoll, doch eines Tages macht sie eine kuriose Entdeckung. Konnte ich nichts mit anfangen.

Paradisiaque (Heavenly)
Regie: Igor Pejic
Frankreich, 2001
04m 00s

Ein Außerirdischer stürzt auf die Erde mitten in ein Kornfeld. Er ist fasziniert von der Natur, die ihn umgibt. Die nächste Begegnung wird mit dem Mensch sein!

Sr. Trapo (Mr. Cloth)
Regie: Raúl Diez
Spanien, 2002
11m 40s

Eine düstere Animation, die den Titelhelden, ein Wesen aus Stofflumpen, auf den Weg zum Bahnhof folgt. Dort angekommen scheint alles verlassen, doch Sr. Trapo läßt sich von seinen Reiseplänen nicht abbringen!

Tim Tom
Regie: Christel Pougeoise, Romain Segaud
Frankreich, 2002
04m 20s

Zwei handelsübliche Spiralblocks erwachen zum Leben und wünschen sich nichts lieber als sich kennen zu lernen. Doch ihr Schöpfer macht ihnen einen Strich durch die Rechnung.

The Day Winston NgaKambe Came To Kiel
Regie: Jasper Ahrens
Deutschland, 2003
09m 20s
English, Untertitel: German

„I have looked in your eyes and I see…HOPE!“, sagt König Ngacambe, der auf der Durchreise Badende an der Ostsee besucht. Ausserdem will er seinen Sohn verheiraten. Die Badenden staunen nicht schlecht.“
Fand ich ein bischen flach inszeniert, diesen Film von der HFF. Zwischendurch einige gute Beobachtungen, aber insgesamt irgendwie hölzern. Soll aber ein Publikumserfolg sein, sagt man.

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