Filme vom Wochenende

Am Samstag lag ein großer Umschlag im Briefkasten. Mit meinen Bewerbungsunterlagen. Wollten mich doch nicht, sehr schade. Okay, hab ich beim Bewerbungsgespräch wohl nicht das Beste gegeben. Das wäre ein Job gewesen, der mir echt gefallen hätte und genau richtig für mich. Finde ich. Die nicht. Hatte mich schon etwas überidentifiziert damit. Naja. War dann den restlichen Tag etwas angeschlagen und während der Landpartie mit der Liebsten musste ich dann immer dran denken. Habe den Abend und die Nacht Filme geschaut.

Weihnachten
Tragikomödie, Deutschland 2001, Regie: Marc-Andreas Bochert, Buch: Michael Lewinsky, Kamera: Eeva Fleig, Musik: Michael Schenk. Mit: Fabian Busch, Eva Mende, Eva Hassmann, Sylvie Rohrer, Harald Schrott, Harald Koch, Traute Hoess, Katharina Schüttler, Arndt Schwering-Sohnrey, Amanuel Ukuwait, Sybille Jacqueline Schedwill, Sabrine Poppe, Matthias Brenner, Martin Brambach, Josef Harder.
:::: auf Video gesehen

In einem Kölner Mietshaus geht an Heiligabend der Zufall von Tür zu Tür und provoziert Liebe, Streit und Verrat. Am Ende der Nacht sind die Karten neu gemischt.
Der Film ist Marc-Andreas Bocherts erster abendfüllender Spielfilm. Als Student von der HFF Potsdam ist er bekannt geworden durch seinen Kurzfilm „Kleingeld“ (der 1999 den „Foreign Student Oscar“ gewann und 2000 für den Oscar für den Besten Kurzfilm nominiert war). Bei „Weihnachten“ half das Scriptdevelopment Programm „Step by Step“. Und der Film ist gelungen. Ein bischen „Das Fenster zum Hof“ zu Weihnachten in Köln. Und ich war froh, dieses Jahr nicht bei meinen Eltern gewesen zu sein. Kommt demnächst nochmal im TV: Sa/So, 3./ 4. 1. 2004 um 1.00 Uhr auf arte.

Die Akte
(The Pelican Brief) Politthriller, USA 1993, Regie: Alan J. Pakula, Buch: Alan J. Pakula, Kamera: Stephen Goldblatt, Musik: James Horner, Produzent: Alan J. Pakula, Pieter Jan Brugge. Mit: Julia Roberts, Denzel Washington, Sam Shepard, John Heard, Tony Goldwyn, James B. Sikking, William Atherton, Robert Culp, Stanley Tucci, Hume Cronyn, John Lithgow, Anthony Heald, Nicholas Woodeson, Stanley Anderson, John Finn, Cynthia Nixon.

Eine Jura-Studentin deckt durch Zufall die Hintergründe des Mordes an zwei hohen Richtern des Supreme Courts auf. Die Verschwörung reicht bis in die höchsten politischen Kreise. Fortan wird sie von Killern gejagt. Gemeinsam mit einem Journalisten will sie den Hintermännern das Handwerk legen. Doch damit bringt sie nicht nur sich in Lebensgefahr.

Eine weitere Verfilmung eines Bestsellers von John Grisham. Annehmbare, konventionelle Hollywood-Inszenierung mit einigen Schwächen. Aber mit Julia Roberts als Jura-Studentin und Denzel Washington als Starjournalist.

Judge Dredd
Science-Fiction-Thriller, USA 1995, Regie: Danny Cannon, Buch: Steven E. De Souza, John Wagner, William Wisher, Carlos Ezquerra, Kamera: Adrian Biddle, Musik: Alan Silvestri, Produzent: Charles Lippincott, Beau E.L. Marks. Mit: Sylvester Stallone, Armand Assante, Diane Lane, Max von Sydow, Rob Schneider, Jürgen Prochnow, James Remar, Joanna Miles, Balthazar Getty.

Die Erde der Zukunft ist verwüstet, die Menschheit lebt in Mega Citys, in denen Verbrechen, Korruption und Gewalt an der Tagesordnung sind. Für Ordnung sorgen die „Judges“, Polizisten, Richter und Vollstrecker in einer Person. Der gefürchtetste und aufrichtigste ist Judge Dredd, der in einem Genlabor entstand. Sein böser Klon Rico und der machthungrige, korrupte Judge Griffin planen eine Diktatur, wobei ihnen der Gerechtigkeitsfanatiker Dredd im Wege ist. Doch so leicht läßt sich dieser nicht ausschalten.

Ein actiongeladenes Science-fiction-Spektakel, das in einer rauhen, futuristischen Welt spielt, in der Autorität das letzte Mittel ist, um die Demokratie zu verteidigen. Der Film basiert auf einer populären britischen Comic-Serie von John Wagner und Zeichner Carlos Ezquerra für das Comic-Magazin „2000 AD“. Regisseur Danny Cannon verwandelte die martialische Endzeitversion in ein perfekt gestyltes Action-Spektakel mit vielen Special Effects und noch mehr Zerstörungsorgien. Die Kulisse mutet dabei wie eine Mischung aus „Blade Runner“, „Batman“ und „Metropolis“ an. Die Kostüme der Judges wurden von dem italienischen Star-Designer Gianni Versace entworfen.

Hab dabei sehr viel über Heldeninszenierung nachgedacht. Und dass ich unbedingt mal wieder die Rambo-Filme ansehen muss. Und das am Ende immer das Gute siegt, ich also auch den geeigneten Job finden werde…

The Rutles – All You Need Is Cash
Musiksatire, Großbritannien 1978, Regie: Gary Weis und Eric Idle, Buch: Eric Idle, Kamera: Gary Weis, Musik: Neil Innes, Produzent: Gary Weis, Craig Kellern. Mit: Eric Idle, Neil Innes, Rikki Fataar, John Halsey, Michael Palin, John Belushi, Dan Aykroyd, George Harrison, Bianca Jagger, Mick Jagger, Paul Simon, Bill Murray, Terence Bayler.

Legendäre Beatles-Satire aus der Feder des Monty Python-Mitbegründers Eric Idle. Der Film THE RUTLES: ALL YOU NEED IS CASH ist eine satirische Dokumentation über die berühmteste englische Popband aller Zeiten, „The Rutles“, die jedoch nie existiert hat. Ähnlichkeiten mit einer eventuell noch berühmteren englischen Band sind nicht zufällig. Wer die Geschichte der Beatles kennt, fällt von einem Aha-Erlebnis ins nächste – und hat seinen riesigen Spaß. Aber auch wer die Beatles weniger kennt, kann sich an dem Anarcho-Humor des Monty Python Eric Idle ergötzen. Die Musik und Musikparodien von Neil Innes machen den Film perfekt.

Die barfüßige Gräfin
(The Barefoot Contessa) Melodram, USA 1954, Regie: Joseph L. Mankiewicz, Buch: Joseph L. Mankiewicz, Kamera: Jack Cardiff, Musik: Mario Nascimbene, Maria Nascimbene, Produzent: Joseph L. Mankiewicz. Mit: Ava Gardner, Humphrey Bogart, Franco Interlenghi, Edmond O’Brian, Edmond O’Brien, Marius Goring, Lynda Aldon, Rossano Brazzi, Alberto Rabagliati, Valentina Cortese, Enzo Staiola, Warren Stevens, Maria Zanoli, Elizabeth Sellars, Mari Aldon.

Den Film wollte ich immer schon mal sehen, hatte mir sogar schonmal das Video ausgeliehen, aber dann doch nicht geschaut:
Am Grab der Kinolegende Maria d’Amata erinnern sich drei Männer an deren Leben. Aus den Erinnerungen ergibt sich das Bild vom Aufstieg Marias von der spanischen Tänzerin zum Hollywoodstar und von ihrem Ende als Frau eines italienischen Adligen. Wenn der Film beginnt, ist die Heldin bereits tot und je weiter der Film fortschreitet, desto stärker wird das Bild der Frau demontiert. Sie wird als tragische Figur gezeigt, die von drei Männern missbraucht, ausgebeutet und psychisch ausgesaugt wurde. Das Ganze ist oft sehr zynisch und überaus gesellschaftskritisch.

Hab dabei einige Pläne für’s nächste Jahr im Kopf hin und her bewegt.

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