Meine TV Filme rund um Silvester 03/04

Rendezvous nach Ladenschluss
(The Shop around the Corner) Komödie, USA 1939, Regie: Ernst Lubitsch, Buch: Samson Raphaelson, Kamera: William Daniels, Musik: Werner R. Heymann, Produzent: Ernst Lubitsch. Mit: James Stewart, Felix Bressart, Margaret Sullavan, Frank Morgan, Joseph Schildkraut, Sara Haden, William Tracy, Inez Courtney.

Um einen Verkäufer (Alfred) in einem Budapester Lederwarengeschäft. Dort herrscht eine strenge Hierarchie, alles läuft in geregelten Bahnen ab. Das ändert sich, als Chef Matuschek die junge Clara als Verkäuferin einstellt. Ständig gibt es Zoff zwischen ihr und Alfred. Nach Ladenschluss indes kann sich Alfred ganz seiner Brieffreundschaft mit einer verständnisvollen, liebenswerten Dame widmen. Was er nicht ahnt: Hinter der anonymen Freundin verbirgt sich ausgerechnet ebenjene Clara. Der Stoff geht zurück auf ein sehr erfolgreiches ungarisches Theaterstück, das für die Filmfassung jedoch erheblich bearbeitet wurde. Der deutsche Komödienspezialist Ernst Lubitsch versah die Story mit einer für ihn untypischen melancholischen Trübung. Er selbst nannte das Resultat seinen „wahrsten“ Film.

The Day After – Der Tag danach
USA 1983, Regie: Nicholas Meyer, Buch: Edward Hume, Kamera: Gayne Rescher, Musik: David Raksin. Mit: Jason Robards, Steve Guttenberg, John Cullum, John Lithgow, Bibi Besch, Lori Lethin, Amy Madigan, Jeff East, Georgann Johnson, William Allen Young, JoBeth Williams, Stephen Furst, Calvin Jung.

Den Film hab ich vor Ewigkeiten mal in der Schule gezeigt bekommen, damals, als der noch recht neu war und wir in Sozialkunde den Kalten Krieg durchgenommen haben: Während die Menschen in Lawrence, Kansas, ihrem alltäglichen Leben nachgehen, spitzt sich die weltpolitische Lage jenseits des Atlantiks unaufhaltsam zu. Schließlich geschieht das Unfassbare: Die Welt erlebt den ersten atomaren Konflikt zwischen den beiden Supermächten. Als die sowjetischen Atomraketen in der Nähe von Kansas City einschlagen, ist das Ausmaß der Zerstörung entsetzlicher, als Worte es beschreiben könnten. Es gibt Überlebende, doch auch für sie beginnt das langsame, qualvolle Sterben in den Trümmern.

Schutzengel gesucht
Deutschland 2000, Regie: Miguel Alexandre, Buch: Ben Taylor, Kamera: Joerg Widmer, Musik: Dominic Roth, Produzent: FS-Film, Letterbox, Susan Schulte und Henrik Meyer. Mit: Bettina Kupfer, Armin Rohde, Gisela Trowe, Bernadette Heerwagen, Woody Mues.

Anna hat einen tristen Job als Kassiererin an der Flughafen-Snackbar. Weihnachten ist für sie alles andere als das Fest der Liebe, denn sie hat weder Familie noch Freunde. Nur eine ältere Kundin versucht Anna aufzumuntern. Vergeblich: Für den Silvesterabend hat sie ihren Selbstmord geplant. Doch Heiligabend trifft sie durch Zufall Busfahrer Eddie. Während der ihr neue Lebensfreude einimpft, bricht sein eigenes Leben unvermittelt über ihm zusammen. Regisseur Miguel Alexandre drehte den weihnachtlichen Liebesfilm wohl kalkuliert. Viele Momente erinnern an den Weihnachtsklassiker „Ist das Leben nicht schön?“ mit James Stewart.

Cast Away
USA 2000, Regie: Robert Zemeckis, Buch: William Broyles jr., Kamera: Don Burgess, Musik: Alan Silvestri. Mit: Tom Hanks, Helen Hunt, Nick Searcy, Lari White, Michael Forest, Viveka Davis.

Tom Hanks arbeitet bei FedEx. Auf dem Weg zu einem neuen Auftrag stürzt sein Flugzeug ins Meer. Er überlebt und strandet auf einer einsamen Insel. Bald wird ihm klar, dass er der einzige Überlebende ist. In der Hoffnung bald gerettet zu werden, beginnt für den verwöhnten Mann der nackte Kampf ums Überleben. Er ahnt nicht, dass dieser vier Jahre dauern wird. Viel Tom Hanks alleine gegen die Naturgewalten mit Selbstzweifel und Überlebensängsten. Für seine schauspielerische Leistung bekam Hanks 2001 den Golden Globe.

Richy Guitar
Musikfilm, Deutschland 1985, Regie: Michael Laux, Buch: Michael Laux, Kamera: Hans-Günther Bücking und Siegmar Brüggenthies, Hans-Günther Bücking, Musik: Die Ärzte, Gazi Twist, Nena, Notorische Reflexe und Plan B, Notorische Reflexe, Produzent: Dietmar Buchmann. Mit: Jan Vetter (Farin Urlaub), Hans Runge, Dirk Felsenheimer (Bela B. Felsenheimer), Horst Pinnow, Hans Runge (Sahnie), Bert Lawrence, Nena, Plan B., Rolf Eden, Musikgruppe „Plan B.“, Klaus Tuschen, Musikgruppe „Notorische Reflexe“.

Nach „Dinner für Brot“ kam auf dem KIKA dieser ziemlich schräge Film mit den frühen Ärzten, den ich mir vor der Silvesterparty noch unbedingt zuende ansehen musste. Von der Story alles recht wüst: Die Jungs wollen ins Musikbusiness, haben aber nicht das rechte Geld/Jobs. Dann so eine unmotivierte Liebesgeschichte noch dazu. Und viel zu wenig Musik von den Ärzten. Aber ein kurzer Konzertmitschnitt von der damaligen NENA. Einige ganz gute Gags mit drin und sehr merkwürdige Handlungsführung. Gekonnter Dillentantismus? Im Abspann stand irgendwas von wegen Geld von der Filmförderung.

Eine Nacht in New York
(200 cigarettes) USA 1999, Regie: Risa Bramon Garcia, Buch: Shana Larsen, Kamera: Frank Prinzi, Musik: Mark Mothersbaugh, Bob Mothersbaugh. Mit: Ben Affleck, Courtney Love, Christina Ricci, Paul Rudd, Casey Affleck, Janeane Garofalo, Gaby Hoffmann, David Chapelle, Brian McCardin, Martha Plimpton, Jay Mohr, Angela Featherstone, Diaz Guillermo, Kate Hudson, Nicole Parker, Catherine Kellner.

Mehrere Paare werden in der Silvesternacht 1981 in New Yorks East Village in einen amourösen Reigen verstrickt. Die Wege der Personen kreuzen sich auf seltsame Weise immer wieder. War nicht besonders einfallsreich, aber interessante Besetzung it Courtney Love und Christina Ricci… Zwischendurch riefen ein paar Leute an, sodass ich der Story nicht wirklich gefolgt bin. Am Ende kamen alle mit anderen zusammen und es war wohl ein prima Silvester. Merkwürdige 80er Ästhetik, so gewollt bunt.

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