Berlinale I

So, endlich bin ich im Berlinale-Fieber. Gerade eine kleine Pause, da ich für den kroatischen Film im Berlinale Palast keine Karte mehr bekommen habe. Auch gut, kann ich gleich mal aufarbeiten, was bisher geschah…

Los gings ja am Donnerstag. Bin 5 Minuten zu spät zum Akkreditierungscounter gekommen, gab’s für mich also am Abend keine Chance mehr, was zu sehen. Nach Hause gefahren, abgewaschen und dann Rosa von Praunheims Doku über die RATTEN 07 auf arte gesehen. Immer wieder ein interessanter Effekt, Leute in Filmen zu sehen, die mit denen man auch schon mal in echt zu tun hatte.

Freitag vor der Arbeit dann die Akkreditierung geholt, kurz schlau gemacht, dann nach der Arbeit kurz vorm McDonald’s K. getroffen, um ihr die Videos aus Wien zu übergeben. Dann der Hammer: Hab kurz V. getroffen, die mir erzählt, dass sie schwanger ist. In V. war ich mal ein bißchen verliebt, ist aber alles immer irgendwie nicht so leicht gewesen. Nun also bekommt die erste Person, die ich etwas näher kenne, ein Kind. Toll! V. ist übrigens eng mit der Entstehung des Namens „tristesse deluxe“ verbunden, aber das nur am Rande.

Dann endlich, der erste Film:

AKAME SHIJYUYATAKI SHINJYUMISUI (Akame 48 Waterfalls)
Japan – Regie: Genjirou Arato – 159min.
:::: gesehen 6.2.04 im Panorama der Berlinale
Ikushima tritt einen Job in einem Restaurant des Slums von Amagasaki an. Er beginnt eine Affäre mit Aya, die von ihrem Bruder an eine Yakuza-Bande verkauft wird. Ihr Schicksal scheint besiegelt. Ikushima beschließt, gemeinsam mit Aya zu sterben. Ein ruhiger Film, etwas zu ruhig für meine Stimmung. Bin nach 1 Stunde raus, weil ich nicht reinkam und den Kopf noch bei V. hatte.

Also rüber in Cinestar…

NIENASYCENIE (Insatiability)
Polen/Tschechische Republik – Regie: Wiktor Grodecki
:::: gesehen am 6.2.04 im Panorama der Berlinale
Schwarze Konödie um einen jungen Mann, der seine ersten Schritte ins Erwachsenleben tut, bisexuelle Kontakte pflegt und von seiner Umwelt zu einem wahnsinnigen Mörder gemacht wird. Während die chinesischen Kommunisten in Europa die Oberhand gewinnen, ermordet er sein eigenes Gehirn… Ziemlich hysterisch, viel Lärm, viel Overacting – was alles paßte, aber schon merkwürdiger Film. A., den ich vorher getroffen hatte, ist bald aus dem Film rausgegangen.

KYO NO DEKIGOTO (A Day On the Planet)
Japan – Regie: Isao Yukisada
::::gesehen am 6.2.04 im Panorama der Berlinale
Sieben Freunde, die sich in der Wohnung des Collegestudenten Masamichi treffen, durchwachen eine Nacht. Wichtige und unwichtige Dinge passieren – es ist ein weiterer, ganz normaler Tag im Leben. Nach einem Roman von Tomoka Shibazaki. Ganz nett eigentlich. Da ist ein gestrandeter Wal und ein Mann, der in einer Mauerspalte feststeckt – genau wie die Dialoge der Studenten nicht voran kommen. Am Morgen ist der Wal weg, der Mann befreit und alles sieht freundlicher aus. Ein etwas „junger“ Film, der zwar nett erzählt ist, mich versöhnlich gestimmt hat, aber nicht umgehauen.

Ja. Jetzt eben erst einen Film gesehen, weil ich noch Schlange gestanden hab für Tickets und Geburtstaggeschenk besorgt…

TEXAS – KABUL
Deutschland – Regie: Helga Rademeister
:::: gesehen am 7.2.04 im Panorama der Berlinale
Die Regisseurin spricht mit vier Frauen aus Indien, Serbien, Afghanistan und den USA. Alle engagieren sich gegen Krieg und Globalisierung und für die Menschenrechte. Die Mischung aus Reisefilm und Interviews ist spannend. Einnehmende Bilder – oft von Kindern – und kluge Standpunkte und Äusserungen der Frauen.

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