Berlinale VIII

JARMARK EUROPA
Deutschland – Regie: Minze Tummescheidt
:::: gesehen am 13.2.04 im Forum der Berlinale
Essayistische Dokumentation über einen großen Basar in Warschau, auf dem zwischen Weißrussland und Polen pendelnde Händler am Rande des Existenzminimums ihr Auskommen suchen. Die Filmemacherin porträtiert einige Händlerinnen, reist mit ihnen über die Grenze und thematisiert dabie auch ihre eigene Beobachtungshaltung. Hat mir gut gefallen, schöne Bilder, auch wenn der Film einige Längen hat und man ihm anmerkt, dass der Filmemacherin es schwer viel, all ihre Eindrücke zu komprimieren. Teilweise recht naive Eindrücke, teilweise sehr clevere Beobachtungen.

QUATRO NOZA
USA – Regie: Joey Curtis
:::: gesehen am 13.2.04 im Panorama der Berlinale
Dramatische Eifersuchts- und Rachegeschichte, angesiedelt im Milieu mittelamerikanischer Einwanderer in den Vorstädten von Los Angeles, wo die Jugendlichen illegale Autorennen veranstalten. Der Film hat mir sehr gut gefallen, ist ein modernes Melodrama im Digital Cinema Stil. Der technische Stil der Bildebene wirkt nicht kühl, sondern die Effekte spielen mit klassischen Melodramstilen und retten sie in eine zeitgemässe Darstellung, ohne zu schwülstig zu wirken. Eigentlich eine moderen Version des James Dean Films „Den sie wissen nicht, was sie tun“.

JA LUBLJUTEBJA
Russland – Regie: Olga Stolpovskaja; Dimitrij Troitskij
:::: gesehen am 13.2.04 im Panorama der Berlinale
Die schöne Nachrichtensprecherin Vera verliebt sich in den in der Werbebranche tätigen Tim. Die Beziehung scheint zunächst wunderbar zu laufen, doch eines Tages findet Vera ihren Freund in den Armen eines anderen Mannes. Die erste offen schwule Beziehungskomödie aus Russland. Teilweise zum Schreien komisch, teilweise etwas skuril, hat sich aber gelohnt.

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