Doku-Sichtung VII

Auswahlsichtung für die GFT am 16.2.04 bei P.

Porrajmos – The Gipsy Holocaust
Ungarn 2002 – Regie: Agota Varga – 93min
Erinnerungen der Verletzung von Zigeunern in Ungarn gegen Ende des 2. Weltkriegs

Csúnya Betegség (Nasty Disease)
Ungarn 2002 – Regie: Zolt Juhász, Sára Schilling, Péter Szalay – 26min.
Die Eisenbahn und Dampfloks sind Lebensinhalt von 3 Männern mit unterschiedlicher Sicht auf den Umgang mit der Maschine- 3 Generationen: eine beendete Karriere, eine Erfüllung des Lebenstraums, eine Suche nach der Erfüllung.

Große Ausfahrt
Deutschland 2002 – Regie: Maximilian Erbacher – 60min
Porträt von Tagebauarbeitern

Sapiens
Regie: Alexander Ragoschkin – 13min
Zur Auflockerung ein Kurzspielfilm, der sich zu uns verlaufen hatte: Perspektive einer Pflanze von einem Straßenrand aus, Autos, Menschen und Tiere kommen vorbei. Dinge geschehen, bis die Blume geplückt wird. Sehr schöner Kurzfilm.

Mikor Szolgának Telik Eszlendeje (When Serving Years Go Past)
Ungarn 2002 – Regie: Attila Moharos – 42min
muss ich nochmal nachsehen, kann mich gerade gar nicht dran erinnern

Tabu
Ungarn 2003 – Regie: Ester Nordin – 75min
Doku über das Tabu der Sexualität von geistig Behinderten. Viele Einzelfälle, viele unterschiedliche Institutionen in Ungarn und ihre Herangehensweise an das Problem. Quantität statt qualitative Auswahl.

Táncremd (Ballroom Dancing)
Ungarn 2003 – Regie: Lívia Gyarmathy – 46min
Ein Tanzlehrer fährt auf ein Dorf ins Nirgendwo, um den Bewohnern Tanzunterricht zu geben, nach und nach lernen wir die Dorfbewohner einzelnd kennen und ihre Beziehungen zueinander. Ein bißchen wie ein Jaque Tati-Film, halt nur dokumentarisch.

Am Rande der Welt
Russland / Deutschland 2003 – Regie: Elena Bettkober (Rodnikowa) – 18min
Was ist Heimat, wenn man gegangen ist? Persönliche Auseinandersetzung der Filmemacherin als sie nach 8 Jahren wieder nach Russland fährt. Sehr assoziativ, merkwürdig auseinanderliegende Bild-Ton-Schere.

Visit Iraq
Deutschland 2003 – Regie: Kamal Aljafari – 28min.
Das seit 12 Jahren verlassene Büro der „Iraqi Airways“ in Genf ist Anlass, Bewohner des Viertels zu befragen. Ist das Büro ein Überbleibsel einer Geheimdienstaktion, oder warum wurde die Filiale der Fluggesellschaft nach kurzer Zeit wieder aufgelöst, obwohl die Miete noch immer bezahlt wird? Der Film spielt mit medial-vermittelten Vorurteilen und Erklärungsmustern, um letztendlich keine Antwort zu geben.

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