Just because it isn’t physical – Hommage

Es ist ja nicht so, als würde mich nichts interessieren. „Was interessiert dich?“, fragte ich mich, bevor sie es aussprach. Es fiehl leicht. Erstaunlich leichter als sonst. „In die Gedanken von Leuten reinkucken.“ Als erstes zitierte ich – ich ärgere mich darüber, dass ich […] jetzt schon süchtig nach den Big Brother-Spacken bin. Is so, wenn die Serialität des Fernsehens auf Bedürfnisse nach Struktur treffen. Soziologiestudium im Nebenfach hin oder her. „Jerry kocht. Ich hoffe, dass er sich vorher die Hände gewaschen hat.“ (Kader eben nebenbei in BB 5 auf Tele5). Großes Kino und trotzdem Manche Menschen machen mir Angst.. Sie schaltete ihr Powerbook ein, wollte wissen, was das ist, ein Weblog.
Was machst du denn da immer?“, fragte N.
„Ich lese Blogs.“
„Blocks?“
„Nein Blogs.“
„Was sind denn Blops?“
„Blogs, Schatz, Blogs. Das sind so eine Art Tagebücher im Internet.“
„Wieso liest du denn die Tagebücher fremder Leute?“ Sie sah mich mit diesem Geh-doch-mit-deiner-Modelleisenbahn-spielen-Gesicht an.
„Weil das interessant ist.“
„Schreibst du auch ein Block?“
Uff. Gute Frage, sehr gute Frage. Schnell eine gute Antwort suchen.

Es war nicht so, , dass ihre blicke sich beim lesen der worte auf der buchseite überlagern und vereinen würden. Ihre freenet-Verbindung war instabil. Trotzdem Interesse. partydroge, sexdroge, keine ahnung. kannte ich nicht, will ich auch nicht kennenlernen, ausprobieren oder propagieren, aber wissen, worum es geht, will ich schon., sie selbst mit regen Chat-Erfahrungen in der Vergangenheit. Stundenlang am Computer sitzen. Sich zwischendurch immer wieder ablenken, abschweifen, zumindest mit den Gedanken. Und natürlich, endlich kann ich stundenlang meinen lastern fröhnen, ewig am pc sitzen, an irgendeinem layout rumbasteln, filmchen schauen, die meine bessere hälfte nicht mag, rauchen in der wohnung (!), soviel bier trinken, wie ich mag – ohne, dass es irgendwie billlig rüberkommt, wenn ich an der flasche nippe. Warum auch nicht? motto des jahres ist ja, hab doch eh keine ahnung und weiß erst recht nicht wie das alles werden soll. deswegen kann ich doch jetzt einfach mal loslegen. Doch Wie wird das erst werden, wenn der ganze Weg nur noch ein tiefes Loch ist und alle Blumen, Büsche, die zwar jetzt noch weitgehend kahl, dann aber vollends Erinnerung sein werden?! Arg harte Zeiten, das. Is so. So schaut’s aus, kid. Und eigentlich: ich will die liebe sehn, wenn ich schon kein Premiere-Abo habe. Noch wahrscheinlicher ist, dass ich ein Durchschnittsidiot bin. Ein Hauptstromschwimmer, der sich selbst erhöht, in dem er sich bei Schönwetter gegen den Krieg, für die Menschlichkeit äußert, doch sobald eine patriotische Propaganda anläuft mit dem gleichen Elan das Töten rechtfertigt… Meistens Nach Pizza und Schnaps. Dann insgesamt sehr wohlwollend den Dingen gegenüber stehe in meinen Gedanken daneben und höre zu und mache mich auch ab und zu darüber lustig, wie lustig alles ist. Doch Manchmal wünsche ich mir, daß die Wölfe lernen, im Rudel zu jagen. Sie wären glücklicher. Haben mein Interesse an Kino und an Blogs was gemeinsam? Meine Erfahrung mit Filmstudenten. Drei grosse Tabus habe ich bei ihnen entdeckt.
1. Kein Sex- Filmküsse in Studentenfilmen sind sehr selten
2. Nichts Soziales- die Wirklichkeit ist Tabu, man könnte ja Preise bekommen, wenn man sich mit Minderheiten auseinanderstzt
3. Keine Kunst- formale Gestaltung ist Out, stattdessen viel Technick und verwechselbare Perfektion.

Nun, ja. Der Mann, der da eben, den WC-Sitz unter dem Arm, bei Rot über die Kreuzung rannte, um noch rechtzeitig zur Bundesliga-Halbzeitkonferenz zu kommen — das war ich. Ich nicht. Ich bin eher wie er. er streckt sich und kommentiert dabei: „erst noch strecken, bevor ich penne.“ doch vorher streife ich durchs gute alte 20six. schön das du da bist … und wünsche «kannst mir morgen danke sagen.» Fast ohne Spuren. So, und wo iss nun mein Link? Letztendlich: Man sollte nicht entspannt nach […] einer halben Flasche Wein postenAlso stand ich verlegen mit meiner Flasche Wein im Flur, in dem eine erstaunliche Ansammlung von Hauspantoffeln an der Wand aufgereiht waren, gleich unter dem Bild von Che Gevara. Und mit einem lauten Tusch anschliessend: general auflösung in der luft.

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