The Cooler – Alles auf Liebe

USA 2003 – Regie: Wayne Kramer – Kamera: Jim Whitaker – Drehbuch: Wayne Kramer, Frank Hannah – Besetzung: William H. Macy, Alec Baldwin, Maria Bello, Paul Sorvino u.a. – 101min
:::: gesehen am 11.3.04 im FaF

Regiedebüt von Wayne Kramers, für ihre darstellerische Leistung wurden Maria Bello und Alec Baldwin für die Golden Globes 2004 nominiert.
Die Liebste hatte irgendwo im Autoradio von dem Film gehört und wollte da rein. War mir lieb, weil ich William H, Macy so gerne leiden seh. Macy spielt einen wandelnden Unglücksraben, der ständig vom Pech verfolgt ist. Mit dieser Eigenschaft arbeitet er in dem etwas runter gekommen Kasino Shangri-La als „Cooler“ – einer, der Gewinnern am Spieltisch Pech bringt, um die Bank des Kasinos zu schützen. Alles ändert sich, als er nur wenige Tage, bevor er seine Schulden abgearbeitet hat und Las Vegas endgültig verlassen will, Natalie (Maria Bello) kennenlernt, die als Serviererin im Shangri-La arbeitet. Beide verlieben sich leidenschaftlich ineinander. Dadurch verliehrt Bernie sein professionelles Pech.

Macy verkörpert den Verlierer des Alltags mit einer Größe, als wären es ein Sinnbild für den ausweglosen Kampf der Kreatur gegen das Dasein. In seinen Augen blitzt die Sehnsucht darauf, einmal wieder enttäuscht zu werden. „The Cooler“ ist eigentlich Macy’s Show, aber der Regisseur ruht sich nicht auf dessen Leistung aus. Als herzeerwärmende Liebeskomödie ist der Film nicht belanglos, denn hinzu kommen das ungewöhnliche Bild von sich liebenden, alternden Körpern, sehr harsche Momente voll Schmerz und ein hübscher Abgesang auf ein nostalgisches Las Vegas, in denen die Gangster noch kein BWL-Abschluss hatten.

Ich kann mich an keinen Las Vegas-Film erinnern, der nicht irgendwie gut war. Die Simulation von Luxus, die Imitation von Emotion – ebenfalls wichtige Bestandteile vom Kinoerlebnis.

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