Keine Eier gefärbt und keine gesucht, aber gefunden

Über Ostern wurde ich erfolgreich vom Computer und den Fernsehfestspielen abgehalten.
Karfreitag gab es selbst gemachte Tortellini mit vegetarischer Füllung und Schokoladen Tarte zum Nachtisch, nachdem ich nach dem Einkauf am Ostbahnhof den Autoschlüssel im Kofferraum eingeschlossen hatte und mit dem Bus nett durch die Stadt gefahren bin wegen dem Zweitschlüssel.
Samstag Potsdam besucht – so Fußgängerzone. Die Liebste war froh bei H&M, ich habe Bratwurst gegessen. Aus einem Café auf die Strasse geschaut und versucht, vorbeigehenden Leuten Phantasieidentitäten einzuhauchen. Dann die Wohngegenden begutachtet, auf der Suche nach einem hypothetischen gemeinsamen Nenner. In Babelsberg die Villen am Gribnitzsee sind leider sehr schön. Das alte Hauptgebäude der HFF steht immer noch leer. Die Villa wo die Trickfilmer drin waren, ist aufwendig renoviert. Einge schöne Objekte sind zu verkaufen, ist aber natürlich unrealistisch. Unten der Weg am See vom S-Bahnhof zur (alten) HFF bin ich seit Jahren nicht mehr lang, alte Erinnerungen und Stimmungen in der Abendsonne. Fehler: Wir hätten bis zum Osterfeuer der Nachbarschaftsgemeinschaft Gribnitzseeufer bleiben sollen (als Vertreter für die alten HFF-Gebäude *hihi*).
Stattdessen bin ich mit Mitbewohner ins HAU gegangen – Off-Theater-Tanz-Performance: „Winterreise II“. War ganz interessant, hab ich aber wohl nicht bis ins letzte verstanden. Ging irgendwie um Schubert und eine Wanderung durch unser heutiges Sentiment, unsere Emotionalität und unser Erinnerungsvermögen. Keine festen Sitzplätze, alles in Bewegung, aber ein bischen zu viel Diskursproduktion für meinen Geschmack. Ich kannte die Frau, die die Produktion und Dramaturgie gemacht hat, hab mich aber nicht getraut sie anzusprechen. Bei der hatte ich im ersten oder zweiten Semester mal ein Tutorium „Einführung in die Aufführungsanalyse“, wäre ein merkwürdiges Gespräch werden können. Schön zu sehen, dass sie in dem Beruf arbeitet, in den sie schon damals rein wollte. Nach der Sache noch lange im Foyer gesessen und dann noch runter mit dem Ensemble in die Kneipe. Wirklich begeistert hat mich eigentlich nur, als M. mir seinen i-pod zeigte, zu dem er auch einen i-trip hat. Das ist ein kleiner UKW-Sender, den man draufsteckt und dann kann man seine eigene Musik sozusagen als privater Piratensender senden. Sehr faszinierend.
Sonntag langes Gespräch über die Beziehung und Besserung vorgenommen.
Montag wollte die Liebste in die Potsdamer Strasse zum „Boulevard des Artistes“ – da waren aber eigentlich nur ein paar traurige Buden, keine Artisten, außer die einen, schon sehr angegrauten mit ihrem uralten Motorad-auf-dem-Drahtseil-Akt. In Schöneberg dann ins Café M gesetzt und mich wieder mal über den Fußboden da gewundert, der wohl früher schwarz war.

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