Schultze gets the Blues

Deutschland 2003 – Regie: Micael Schorr – Kamera: Axel Schneppat – mit: Horst Krause, Harald Warmbrunn, Karl-Fred Müller, Rosemarie Deibel, Wilhelmine Horschig, Anne V. Angelle u.a.
:::: gesehen am 26.5.2004 im Yorck Kino

„Schultze gets the blues“ handelt von Schultze. Schultze fristet sein Leben seit Jahr und Tag in einem kleinen anhaltinischen Ort nahe der Saale. Schultzes Leben zwischen Arbeit und Kneipenbesuch, Schrebergarten, Volksmusik sowie Angeln kommt zu einem vorzeitigen Ende, als er und seine Kumpels Manfred und Jürgen in den Vorruhestand geschickt werden. Während diese sich mehr und mehr dem Nichts ergeben und das Aufrechterhalten der Routine zu einer Farce verkommt, entdeckt Schultze ein Leben hinter dem Berg. Aus seinem polka-geschundenen Akkordeon entlockt der Hobby-Musiker feurige Südstaatenklänge, die die Jubiläumsfeiern seines Heimatmusikvereines zu sprengen drohen. Vor die Wahl gestellt, wieder in den gleichen Trott zurückzufallen oder als anhaltinischer Freak zu enden trifft Schultze eine Entscheidung, die ihn bis tief in die Sümpfe und Bayous von Louisiana führen wird … und zurück … (Text von der offiziellen Filmsite: www.schultzegetstheblues.de)

Während des Films habe ich mich dabei erwischt, das ich die ganze Zeit mit einem breiten Honigkuchenpferdgrinsen da saß und mich einfach nur freute. Freude über die schönen Bilder, die hübsch beobachtete ländliche Tristesse, über Schulze, wie er eines Abends einen Radiobericht über Lungenkrebs hört, den Sender verstellt (nach Jahren?) und sich ihm die Welt zu einem neuen Musikstil eröffnet (weswegen er am nächsten Tag erstmal besorgt zum Artzt geht). Alles prima. Und endlich mal wieder USA Bilder der Provinz, die meinem Bild der Gegend da entsprechen. Interessante Mischung des Fiktiven mit Dokumentarischem.

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