Film: Tarzan der Affenmensch

:::: gesehen am 2.9.04 auf arte

USA 1932 – Regie: W. S. van Dyke – mit: Johnny Weissmüller, Maureen O’Sullivan, Neil Hamilton, C. Aubrey Smith, Doris Lloyd, Forrester Harvey, Ivory Williams

Eigentlich wollte ich ja diesen deutschen Film sehen, den sich franziska angeschaut hat. Den hatte ich nämlich schonmal angefangen, dann kam aber damals was dazwischen. Ein Anruf, oder sonst ein Elexier des Lebens. Hab jetzt wieder die ersten Minuten gesehen, dann an ungefähr der selben Stelle wie damals kam mir dieser „ach es ist so toll und cool in Berlin“-Film nicht mehr so recht in die Gänge und bin beim Umschalten auf einer Wiederholung von „Pop 2000“ hängen geblieben um dann endlich bei „Tarzan“ zu landen.

Vor allem, weil wir ja vor einigen Tagen wieder alles so schön auf den einfachsten Nenner gebracht haben – die grundsätzlichen, wahrscheinlich natürlich gegebenen (*hier einen ironischer Unterton einfügen*) Kommunikationsprobleme zwischen Mann und Frau. Nein, man muss da nicht bis Adam & Eva zurückgehen. Tarzan & Jane reichen da auch schon. Was die sich aneinander abkämpfen bis am Ende Tarzan und Jane sich gegenseitig gefügig gemacht haben. Da ist jede Fernbeziehung nichts dagegen. Die Story ist ja so ungefähr bekannt: Der von Affen im Dschungel aufgezogene Tarzan entführt die junge Engländerin Jane, die mit ihrem Vater im afrikanischen Urwald nach einem Elfenbeinschatz sucht. Jane freundet sich mit dem „Wilden“ an und verliebt sich in ihn. Obwohl er von den Mitgliedern der Expediton mit Waffen bekämpft wird, rettet Tarzan sie aus tödlicher Gefahr und Jane bleibt nach dem Tod ihres Vaters bei Tarzan im Dschungel. Alles unterfütter mit spektukalären Tieraufnahmen. Und nein, ich finde, Elefanten sind wirklich nicht zu überschätzen.

Es ist schon merkwürdig, dass einem der Film natürlich bekannt ist, man den dann aber doch nie ganz von vorne bis zum Ende gesehen hat. Oder vielleicht war es auch einer der darauf folgenden elf Filme aus den Sequals mit Jonny Weissmüller die sich ins visuelle Gedächtnis gebrannt haben? Dieser Film jedenfalls ist der erste Tarzan-Film mit Weissmüller. Das „Lexikon des Internationalen Films“ schreibt dazu: „Das erste ‚Tarzan‘-Abenteuer der MGM-Studios mit Johnny Weissmüller folgt noch weitgehend der Romanvorlage. Dank der fantasie- und ideenreichen Gestaltung ist der Film besser als alle späteren Filme des Genres.“ So hab ich das diesen Fernsehabend auch erlebt.

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