Film: Empire of Dreams: The Story of the Star Wars Trilogy

:::: gesehen am 12.9.04 auf Pro7

TV-Doku, USA 2004, Regie: Kevin Burns, mit: George Lucas, Harrison Ford, Carrie Fisher, Mark Hamill, Walter Cronkite, Rick McCallum, Bill Moyers, John Williams, u.a.

Normalerweise plätschern Making Ofs ja etwas vor sich hin. Die Darsteller und der Regisseur bezeugen sich gegenseitig, wie toll die Zusammenarbeit mit den anderen im Team war, und dass da ja nur alles große Persönlichkeiten mit Visionen und genialistischer Ausdruckskraft mitgearbeitet haben. Vielleicht geben Making Ofs noch einen winzig interessanten Einblick in die Dreharbeiten, letzendlich sind sie aber längere Werbefilme.

Von dieser TV-Doku über die Star-Wars-Trilogie (also die alten) konnte man fast ähnliches erwarten, ist sie doch von Lucas Film Ltd. produziert und zwar wegen der DVD Kollektion der Trilogie, die am Montag in einer Woche in Deutschland in den Läden steht. Als Zusatzmaterial ist eben diese Doku mit drauf. 150 Minuten die für die TV-Fassung gekürzt wurden.

Es war aber doch ein bißchen mehr! Es war tatsächlich auch für mich interessant, der ich als Kind kein wirklicher Fan war und auch als junger Erwachsener nicht meine verlorene Kindheit in Star Wars wiederfinde. Neben dem obligatorischen „bisher nie veröffentlichtem Material“ und Interviews mit über 40 Darstellern und Crew-Mitgleidern wurde die Rolle von George Lucas und seiner Weltraumsaga in der damalige Hollywoodlandschaft beleuchtet. Insgesamt eine runde Dokumentation über die Entwicklung der Weltraumsaga – von der Idee über die Dreharbeiten bis hin zum Kinorelease der drei Filme. Ein bißchen mehr soziokulturellen Kontext über Bedeutung und Erfolg der Filme (außer dass irgendwie wohl auch Vietnam zuende war…) wär zwar wünschenswert gewesen. Aber die gegebenen Informationen waren für mich – als nicht Fan – auf jedenfall spannend genug.

Die Grunddramaturgie der Doku: das Bangen und Kämpfen von Geroge Lucas, seine Idee durchzusetzen, gekoppelt mit Beschreibungen von immer neuen Problemen während der Dreharbeiten. Bis am Ende alle einen fetten Reibach gemacht haben. Der Regisseur als Auteur und beharrlicher Visionär halt, die alte Leier. Aber das brachte für mich doch ein paar Dinge auf den Punkt: Erstens: Wenn Du willst, dass dir etwas Gutes über den Weg läuft, musst du ihm beharrlich nachgehen. Zweitens: Der Film hat Lust gemacht, selbst Dinge anzugehen. Drittens: Möge die Macht mit mir sein. (okay, blödes Ende, aber was soll’s – ist halt so.)

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