Film: 2046

:::: gesehen am 22.10.04 im Cinestar Potsdamer Platz

Hong Kong 2004 – Regie: Wong Kar-wai, mit: Chen Chang, Maggie Cheung, Tony Leung Chiu Wai – Deutscher Kinostart: 13.01.2005 (wenn ich richtig informiert bin)

Das filmtagebuch nebenann hatte ja im Mai schon die ersten Cannes-Kritiken zu dem Film zusammengefasst. Die damals in den Kritiken deutlich werdende Mischung aus inhaltlicher Verwirrung und visuellem Faszination stimmt total. Ging mir auch so. Sehr dichter, sehr vielschichtiger, sehr schöner Film. Ich schüttel mal so ungefähr den Inhalt aus dem Ärmel: Es ist eine Art Fortsetzung von „In the Mood for Love“. In der Zukunft reist Zhou Muyun (Lung Chiu-Wai) zurück in seine Vergangenheit/ Erinnerung. Zurück in ein altes, kleines Hotel in dessen Zimmer 2046 er eine Affäre mit Su Lizhen (Maggie Cheung). In seiner Einsamkeit beginnt er einen Roman zu schreiben, Erinnerungen und Phantasien vermischen sich. Die Handlung nimmt immer bizarrere Züge an, bis der Protagonist schließlich in einem futuristischen Zug sitzt und sich in einen Androiden verliebt. Alles sehr farbenprächtig und eine ganz eigene stylische Welt, Zitate zu älteren Filmen von Wong Kar-wai, Assoziationen. Besonders faszinierend fand ich persönlich die Rauminszenierungen. Die Enge der Räume, das nebeneinander von Personen, dünne Wände, die die Figuren voneinander trennen aber doch Nähe bedeuten. Tranzparenz bei gleichzeitiger Abtrennung.

Ich bin schon richtig gespannt, was den Kritikern so dazu einfällt.

|Kritik bei zdf.de
|Infos zum Film bei monkeypeaches.com
|imdb zum film

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