Meine erste Rezension

Es wurden ja schon junge, leicht beleidigte Filmemacher bei mir indirekt vorstellig, deren Filme ich zufällig gesehen habe und hier etwas lieblos hingerotzt hatte (immer wegen Zeitdruck), was ich davon so hielt. Auch teilt mir die befreundete Leserschaft hin und wieder mit, dass bei dem oder dem Film ich zu platt drüber wegschreibe. Gut. Ist ja hier auch kein Schreibwettbewerb. Der Filmemacher, der mir über eine Bekanntschaftsecke zuraunte, meine „Kritik“ würde dem Film nicht gerecht werden, kam mir gerade wieder in den Sinn. Das war damals übrigens keine Filmkritik, sondern die zitierte Programmankündigung aus einer Rundmail und 3-4 Zeilen meines spontanen Eindrucks. Aber es war sein erster Film, wo viel Herzblut drinsteckte und da muss man mit den Eindrücken der Zuschauer auch erst lernen umzugehen.

Ja, es sind die spontanen Eindrücke, die auch mal 17:55 Minuten und 4 Pageviews dauern, aus denen sich eine schriftliche Meinung herauskristallisiert mit der man dann klarkommen muss, auch wenn man findet, es wird der Sache nicht gerecht. In der Fremdwarnehmung kommt sich das Selbst immer so zusammengefasst vor. Ist so. Das muss man wohl lernen. Jede Kritik, auch gute, wird wohl nie wirklich dem eigenen Selbstbild gerecht. Das habe ich immer angeführt, wenn sich einer bei mir über meine Meinung zu seinen Sachen beschwerte, auch wenn ich sie eigentlich positiv gemeint hatte. Jetzt habe ich es mal wieder andersherum erfahren. Dafür Dankeschön. Ansonsten kann ich nur sagen: Gebt mir einen Job mit mehr Geld, dann werden die Fotos auch schärfer! ;-)

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