Film: Vera Drake

:::: gesehen am 5.1.05 im Delphi

GB 2004 – Regie: Mike Leigh – mit: Imelda Staunton, Philip Davis, Peter Wight – Kinostart: 3.2.2005

Der Gewinnerfilm der Goldenen Palme 2004 hat mich doch sehr gerührt. Geschichte um eine liebevolle, ältere Mutti in armen, aber gesettelten Verhältnissen in London 1950, die schon seit längerem illegale Abtreibungen vornimmt. Sie handelt aus Herzensgüte und Hilfsbereitschaft. Eines Tages kommt ihr die Polizei auf die Spur und die gute Frau wird verhaftet und verurteilt. Mike Leigh erzählt dieses Drama einfach, langsam und ohne großes dramatisierendes Brimborium. Ganz bewusst ohne moralische Stellungname. Ich war zu Tränen gerührt.

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Nach der PV die Kinobesucher für die reguläre Vorstellung von „Der große Diktator“ beobachtet: Ältere Leute und eine Schulklasse, ich schätze 9. oder 10. Klasse Realschule. Gespräch belauscht zweier Schnallen im Volontariat: „Charlie Chaplin? Noch nie gehört, ist das ein neuer Film?“ – „Du, keine Ahnung, …“

Es mag okay sein, in der 10. Klasse noch nie „Der große Diktator“ gesehen zu haben, aber Chaplin sollte man dann doch irgendwie kennen, du. Ich fordere Filmgeschichte als Pflichtfach ab der 1. Klasse!!!

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