[Berlinale] Film: Un año sin amor

Argentinien 2005 – Regie: Anahí Berneri – mit: Juan Minujín, Mimi Ardú, Carlos Echevarria, Osmar Nuñez / läuft im Panorama

Geschichte um einen HIV-positiven Schriftsteller, der als er erfährt, dass er demnächst sterben wird, entschliesst ein Tagebuch über die täglichen Veränderungen zu schreiben. Dabei geht es ihm durch das Schreiben die physische und die psychischen Leiden, die der Virus auslöst, zu lindern. Durch die eigene Standortbestimmung des Tagebuchschreibens werden Wünsche in ihm wach, die er noch vor seinem Tod sich erfüllen möchte: Die Suche nach der große Liebe, lässt ihn Kontaktanzeigen schalten und in der schwulen Szene Buenos Aires rumziehen. Im Laufe der Zeti kann er einen Verleger für sein Tagebuch interessieren.

Ich bin mir noch zwiegespalten, was der Film eigentlich will. Einerseits geht´s halt immer weiter bergab in der Handlung, was in der Sache des Themas liegt. Im Prinzip, denn der Film hat auch cheerfull moments, in denen es scheint, dass der Protagonist in seiner Suche nach Sex und einem Rest Lebenslust vollkommen glücklich scheint. Sex als ein Mittel, sich des Lebens zu vergewissern. Geschmackssache ist, wie intensiv der Film Darkroom-Szenen und Leder-SM inszeniert. Er tut es in gewissen Szenen nahezu orgienhaft, ohne jedoch explizit pornografisch zu werden. Manchmal finde ich den Hauptcharakter symphatisch und manchmal war er mir sehr fremd. Liegt aber vielleicht auch daran, dass ich zu weit vorne sass und hin und wieder Probleme hatte, den riesigen Untertiteln zu folgen, sondern lieber den dunkeln aber farbenfrohen ( = Achtung: Psyche des Protagonisten!) Bildern zugeschaut hab.

Der Film ist die Adaption eines Buches, mit dessen Autor die Regisseurin zusammen das Drehbuch für den Film entwickelt hat.

|Berlinale Programm zum Film

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