[Berlinale] Film: Mars

:::: gesehen am 16.2.2005

Rußland 2004 – Regie: Anna Melikian – mit: Gosha Kutsenko, Nana Kiknadze, Artur Smolianinov / Panorama

Ganz ehrlich? Crazy Film, den ich glaube, nicht verstanden zu haben, und froh gewesen wäre, wenn danach aus dem Publikum noch Fragen gekommen wären, die ich vor lauter Fragen gar nicht hätte stellen können. Es geht irgendwie darum, dass ein Boxer auf der Flucht vor seinen eigenen Erinnerungen mit dem Zug in einen Ort in der Krim gerät – oder auf den Mars. Der Ort lebte früher von einer Stofftierfabrik. Alles sehr skurill. Jedenfalls lernt er die hübsche, rothaarige Bibliothekarin Greta kennenlernt und Grigorij, der in Greta verliebt ist. In ihrem Spielfilmdebüt verbindet die junge Regisseurin Anna Melikian eine bittersüße Dreiecksgeschichte mit Auskünften über die Realitäten im heutigen Russland. Und da kann ich nicht mitreden. Trotzdem wage ich zu sagen, dass der Film in seiner Ironie und seiner Kritik in einer doch typische Linie des jungen russsichen Kinos steht. Denn dieses merkwürdige Gefühl bei der Rezeption frischer russischer Filme kenne ich schon seit einigen Jahren. Die sind meist so dicht mit Symboliken angereichert, aber doch so verklausiert, dass die für einen typischen Wessi nicht so einfach zu entschlüsseln sind. Aber trotzdem klasse anzusehen. Ist ja auch mal nett, so fast vollkommen orientierungslos zu sein.

|Berlinale Programm zum Film

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