Film: How Arnold Won the West

:::: gesehen am 23.4.2005 im acud im Rahmen von britspotting

(2004) – Regie: Alex Cooke

Im Sommer 2003 – drei Monate nach der Bestätigung des Demokraten Gray Davis als Gouverneur von Kalifornien – machen die Republikaner ein uraltes, bisher nie zur Anwendung gelangtes Gesetz geltend – der sogenannte Recall – der Neuwahlen fordert, die somit allen offen stehen. In der Rolle des vielversprechendsten Anwärters – und als offizieller Kandidat der Republikaner – tritt der ehemalige Mister Universe und Schauspieler Arnold Schwarzenegger auf/an. In dessen Kielwasser dümpeln 135 weitere Kandidaten – Schauspieler, Pornostars, Studenten, Rentner, Bierfabrikanten…Alex Cooks Film zeigt Interviews mit Kandidaten und Journalisten, die Eröffnung der Schwarzenegger-Wahlkampagne und die im Fernsehen ausgestrahlten Bilder – insbesondere das tragikomische Gebaren der Pseudokandidaten – und entlarvt dadurch den Spektakelcharakter dieser Wahl und der derzeitigen amerikanischen Politik. Man möchte darüber lachen, stünde nicht die Demokratie auf dem Spiel. (britspotting)

Hatte ich mir etwas mehr von erhofft. Der Film ist stilistisch eher konventionell (ein Dokuteam rennt im Tross von anderen Medienvertretern einer Wahlkampf-Tournee hinterher) und verharrt letzendlich in einer Ohnmacht angesichts von Schwarzeneggers Medien-Maschinere, der der Filmemacher nichts als ein Wundern entgegensetzen kann. Das mag sicher auch alles sehr verwunderlich sein, aber ich hätte es mir etwas frecher und weniger fremdbestimmt vorgestellt.

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