Film: Die Brady Family

:::: gesehen am 4.6.2005 auf vox

USA 1995 (The Brady Bunch Movie) – Regie: Betty Thomas

Seitdem ich keine Fernsehzeitschrift mehr kaufe, weil ich mich mit meiner WAP-Flatrate eigentlich immer bestens informiert wähne, lese ich das Fernsehprogramm auf dem Handy bei der mobilen TV-Spielfilm. Und nicht zum ersten mal hat mich der rosa Daumen hinter´s Licht geführt. Eigentlich hätte der Film eine selbstreferenzielle Reflexion von Humor in TV-Serien in Abhängigkeit von Zeitgeistströmungen sein können. Aber es ist doch nur plumper Klamauk mit familientauglich eingestreuten Sex-Herrenwitzen gewesen:
Für Familie Brady ist die Zeit 1970 stehengeblieben. Schlaghosen, David-Cassidy-Singles und Polyester-Flower-Power haben sie unbeschadet ins Los Angeles der 90er-Jahre hinübergerettet. Aber die heile Welt der gnadenlos netten Sippschaft ist in Gefahr. Das Finanzamt verlangt 20000 Dollar, die Ma (Shelley Long) und Pa Brady (Gary Cole) nicht haben. Sofort spekuliert der böse Nachbar Mr. Ditmeyer (Michael McKean) auf das Haus der weltfremden Exoten… Die US-Serie „Drei Jungen und drei Mädchen“ war in den 70er-Jahren Kult. Ein Vierteljahrhundert später katapultiert Regisseurin Betty Thomas („Private Parts“) die abgefahrene „Brady Bunch“ (Originaltitel) in die Gegenwart mit schrägem Humor und ausgeprägter Liebe zum Detail. Von den obligatorischen Haarspangen bis zu grausigen Häkeltops ist alles vertreten. (schrieb die TV-Spielfilm)

In der Ausstattung verliebt, in der Handlung so blöd, dass ich wieder eingeschlafen bin. Scheinbar gab es nach diesem ersten Film noch Sequals über die TV-Familie der 70er, die sich in die 90er gerettet hat. Manchmal verstehe ich die Welt nicht mehr. Muss ein Abschreibungs-Projekt gewesen sein. By the way: Weiss jemand, wo man eigentlich zuverlässige Einspielergebnisse von Filmen nachschlagen kann?

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