Film: Madagascar

:::: gesehen am 17.6.2005 im CineStar am Potsdamer Platz

USA 2005 – Regie: Eric Darnell, Tom McGrath – Kinostart: 14.7.05

Eine Horde verwöhnter Zootiere verschlägt es in den Dschungel von «Madagascar». Dort müssen sie erst einmal feststellen, dass das Leben in der freien Natur längst nicht so gemütlich ist wie daheim im Gehege. Das neueste Abenteuer des Animationsfilmstudios von Dreamworks besticht durch gelungene Technik und einige wunderbare Figuren, schlägt sich bei Witz und Originalität aber mehr schlecht als recht. sagt cineman.ch und ich sage, „hört hört!“ Oder ich bin einfach zu alt für sowas? Alles schön und glatt gemacht. Dramturgisch perfekt vom Reißbrett mit schön abgezirkelten Abblenden für die Werbeunterbrechungen oder DVD-Kapitel. Die Originalität erschöpft sich in einigen Zitaten aus dem Abenteurgenre der Populärkinogeschichte – diese Selbstreferenzialität holt aber niemanden mehr wirklich vor dem Ofen hervor. Gut, es gibt Versuche in eine leicht abstrakte Visualität, ein wenig Wortwitz und alles ganz hihi und süss mit den Kulleraugen. Aber mal ehrlich – reines Kasperltheater. Wie fanden es die Kinder in der Vorstellung? Nun, ich sag mal so: links neben mit das kleine Mädchen musste so heulen, dass Mutter und Kind frühzeitig raus sind (übrigens genau an einem dramaturgischen Bruch fing das Mädchen an zu heulen – da nämlich, wo der nervige Löwe auf Speed endlich als böse gebranntmarkt ist und die anderen Tiere zusammen mit der Handlung etwas in der Luft hängen und der Film gut vorbei hätte sein können, denn die Moral von der Geschichte, nun, die wird dann nur noch runtergeleiert.)

Ich finde, Filme für Kinder können auch schön erzählt sein!

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