Film: Tarantula

:::: gesehen am 21.7.2005 auf N3

USA 1955, Regie: Jack Arnold – Mit: John Agar, Mara Corday, Leo G. Carroll, u.a.

Gruselklassiker von Jack Arnold über eine Tarantel, die mit ihren Beinen Autos wie Blechbüchsen zerquetschen kann. Oh, das klingt jetzt doof. Nein, der Film ist wirklich auch heute noch klasse. Große, angsteinflößende Monster in den Filmen der 1950er, wo Sci-Fi und Horrorgenre noch dichter als heute beieinander lagen, spielen psychologisch meist mit der Furcht vor dem atomaren Fortschritt. Und auch hier wird im pseudowissenschaftlichen Prolog auf Ängste durch Atomkrieg, Überbevölkerung, Unterernährung angespielt: Ein Wissenschaftler hat eine synthetische Nährlösung auf irgendwie Atombasis erfunden, die den durch Überbevölkerung entstandenen Hunger auf der Welt im Jahr 2000 lindern soll. Bei einem Brand im Labor in der Wüste ist eines der durch die Formel übergroß anwachsenden Tier entkommen und macht nun die Gegend und das kleine Städchen unsicher. Sehr dramtisch, wie die böse, dunkle Spinne da immer wieder hinter den Hügeln hervorkommt. Das erinnert ein bißchen an die Dreibeiner in War of the Worlds. Was ich nicht wusste: in diesem archetypischen, amerikanischen Monsterfilm hat Clint Eastwood seinen ersten kleinen Filmauftritt. Er spielt einen der Bomberpiloten, der am Ende das Monster mit Napalm zur Strecke bringt. Auch sonst noch interessante Trivialitäten aus dem Netz: Statt eines Stop-Motion-Tieres wurde eine echte Tarantel für den Film benutzt, die mit heißer Luft über ein Miniatur-Set getrieben wurde. Und die Hauptdarstellerin Mara Corday – hier als noch nicht ganz emanzipierte Jungwissenschaftlerin – war dann später Miss Oktober 1958 im Playboy. Da noch Screenshots aus „Tarantula“

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