Film: Charlie und die Schokoladenfabrik

:::: gesehen am 6.9.2005 im Cinemaxx Potsdamer Platz

USA 2005 – Regie: Tim Burton – Mit Johnny Depp, Freddie Highmore, David Kelly, Helena Bonham Carter, Noah Taylor, Missi Pyle, James Fox, Deep Roy, Christopher Lee, Franziska Troegner

Hörsturz-Selbsttherapie dirkekt nach der Arbeit: „Wenn die Ohren nix mehr taugen, bunte Bilder auf die Augen!“ Stress kann sich meist gut im Kino abbauen – andere Welten, Probleme werden exemplarisch durchgespielt und finden meist eine glückliche Auflösung. Der neue Tim Burton schien mir da natürlich äußerst geeignet. Knallbunt und leicht verständlich, aber auch mit ein bißchen was zum Mitdenken und visuell herrlich nerdig. Schön insgesamt, aber auch kein Muss. Erster Teil besser, als dann immer diese Musical-Einlagen in der Fabrik. Am Ende begegnen sich Vater und Sohn und sind doch durch Gummihandschuhe distanziert. Auch nett, wie sich in der Schuhputz-Szene am Ende in den Großaufnahmen von Depp in der Sonnenbrille Tim Burton auf einem Regiestuhl sitzend spiegelt. Da wird der gleich folgende Vater-Sohn-Moment schon als seelische Spiegelmetapher vorweggenommen und gleichzeitig in die Apparatustheorie eingewoben, ach herrlich!

Merkwürdiges Klientel am frühen Abend im Cinemaxx. Eine Mischung wie im ICE, alles so ortlose Menschen, die entweder direkt von der IFA kamen, mal einen „netten Abend“ mit ihrem Kind unternehmen oder so wie ich zufällig da waren.

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