eigentlich ist hier die Arbeit ja tabu

aber gestern hat mein kleines Boot, das ich sinkend vorfand und in den letzten Monaten gewissenhaft geflickt hatte und zumindest im Hafen sicher zum Schwimmen gebracht habe, einen schweren Schuss volle Breitseite abbekommen. Dabei war die Mannschaft nach langer Verzögerung endlich motiviert und fingen an zu arbeiten. Wir waren fast seetüchtig und bereit zum Auslaufen. Nun muss Gott den Wind aus den Segeln nehmen. Blöde Bürokraten mit ihrem unrealistischen Regelwerk.

Gestern Abend vor Verwirrung meine Schlüssel verloren, einen Unfall mit ’nem Volvo gehabt und keine Ahnung, was die nächsten vernünftigen Schritte sind. Nacht drüber schlafen hat auch nicht geholfen. Heute Dinge angedacht, um den Untergang zu verhindern, doch eigentlich wär’s auch okay, wenn der Gammelkutter untergeht.

Nur dann würde ich zwischen neben den Designer-Mamis hier in den Supermärkten der Gegend ziemlich gammelig aussehen. War ja eben schon grenzgängerisch. Vor mir an der Kasse der kleine Michael mit Mutter: Alles gesund. Ich dagegen: Toastbroat, Pizza, Wein und Bier. Angesichts der leeren Pfandflaschen, die ich mitbrachte, urteilte der kleine Michael: „Du bist ein Sammler-Gammler!“

Ich plane ein rauschendes Wochenende, um den Tiefschlag zu schlucken. „Meuterei auf der Bounty“ hab ich ausgeliehen. Es könnte das letzte Wochenende sein in Lohn und Brot (mal wieder).

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