Viererschach Weltmeisterschaft 2005

Viererschach WM 2005

… und ich in der ersten Zuschauerreihe. Eigentlich waren wir zu einer Party eingeladen, nur dass sich da vorher den ganzen Tag Begeisterte einer Schachvariante für die Austragung der Weltmeisterschaft eines Spiels getroffen hatten, über das es in der wikipedia heisst: Vier Spieler spielen auf einem übergroßen Brett mit 8×8 Felder, an dem auf jeder Seite noch drei Reihen angehängt werden, so das das Brett die Form eines „+“ hat. In der Nichtteamvariante spielt jeder Spieler für sich und versucht, so viele Gegner wie möglich Matt zu setzen. In der Teamvariante spielen die beiden gegenübersitzenden Spieler in einem Team zusammen und müssen beide Könige des gegnerischen Teams Matt setzen. Die Figuren ziehen gemäß den Regeln des orthodoxen Schachs.

Interessantes Spiel, besonders die nonverbale Kommunikation der Partner und vor allem, die unterdrückte Anspannung. Auch unter den Zuschauern. Auf dem Bild im Hintergrund sitzt die Kurzhaarige, die so konzentriert das Spiel verfolgt hatte, dass sie selber ganz geschafft aussah. Wie übrigens die meisten Gesichter weiss mit müden Augen ausgestattet waren.

Konnte man prima Jungs beim Nachdenken zuschauen! Weltmeister sind die Gastgeber R. und B. geworden (Foto). Das Essen war super. Nur dass der Koch diese Schachvariante erfunden haben soll, glaube ich nicht, wenn ich in einem Schachforum lese, zuerst tauchte diese Variante 1881 auf, als Captain George Hope Verney sie in einem Zeitungsartikel veröffentlichte und später ein Buch darüber schrieb. Aber egal, vielleicht habe ich da auch was missverstanden.

Wen es interessiert: in Berlin treffen sich die Viererschachspieler regelmäßig zum Spielen im Blaumilchkanal, oben im skandinavischen Viertel vom Prenzlberg, da wo der Prenzlberg noch fast so unberührt scheint, wie vor 10 Jahren.

Und dann war da noch die Französin, die mir irgendwas von „Snoppi et le Pienüts“ erzählen wollte und ich das sehr lustig fand.

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