Wehe, wenn noch einer „Web 2.0“ sagt…

Auf dem 3. Berliner Webmontag gewesen. Das ist so eine Art Volksbühne offene Bühne für Leute, die was programmiert haben und das mal erzählen wollen. Vorgestellt haben heute laufrausch.net , der Jogging und Google Maps verbindet, um seine eigenen Strecken zu dokumentieren und vielleicht Mitjogger zu finden. Hab ich nicht verstanden, wofür ich das brauchen könnte – wäre erst interessant, wenn alle 5 Meter der Schrittzähler funkt, wo ich bin zusammen mit meiner Herzfrequenz vielleicht. Dann war da Semapedia.org – damit kann man offline Dinge taggen. Ungefähr so: Eine beliebige Url wird konvertiert zu einem maschinenlesbaren Muster, das kann ich ausdrucken und da hin hängen oder verteilen, wo ich denke dass es Sinn macht. Leute können dann mit ihrem Fotohandy das Muster abfotographieren, das Bild durch ein auf dem Handy gespeichertes Erkennungsprogramm schicken, um dann die URL zu haben und eventuell mit dem Handybrowser aufzurufen. Etwas kompliziert gedacht, aber cool! Interessant die Erweiterung webride.org (wird wohl erst in 2 Wochen freigeschaltet sein). Mit webride.org kann man zu statischen Seiten in einem neuen, unabhängigen Frame Kommentare hinzufügen. Intern könnte man sowas sehr gur verwenden zum Lektorat von Webseiten in Produktion. Das Publikum hat sich etwas aufgeregt, wegen Datenschutz und Klagen von Konzernen, deren Seiten man kommentiert. Ängstliche Szene, die OpenSourcler und Web 2.0-ler. Als letztes hat noch spreadshirt.net etwas über Open Source Marketing erzählt. „Holla Begrifflichkeit!“, dachte ich. Es ging dann auch im Kern lediglich darum, wie spreadshirt.net ein neues Logo entwickelt bekommen hat, indem es einen Wettbewerb ausgeschrieben hat und die Community sich dran beteiligt hat.

Männerlastige Veranstaltung mit trendbewussten Nerds (oder eher nerd-affine Trendies).

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