Film: Der Feind in meinem Bett

:::: gesehen am 27.1.2007 auf VOX

USA 1991 – Regie: Joseph Ruben; mit: Julia Roberts, Patrick Bergin, u.a.

Mischung aus Thriller und Romanze mit Julia Roberts als eine von ihrem tyrannischen Ehemann misshandelte Frau, die vor ihm flieht und daraufhin in einer Kleinstadt in Iowa ein neues Leben beginnt und sich in den Schauspiellehrer des örtlichen Colleges verliebt. Doch der Ehemann kommt dahinter, sucht seine Frau auf und am Ende erschießt sie ihn.

Zwei Dinge waren bemerkenswert:
1. Mal wieder die Augenbrauen der frühen Julia Roberts – dichter und dunkler als heute gewohnt. Überhaupt die Haarfrisuren der Darsteller – noch viel mit Wallungen und Fülle, die Nähe zu den 80er noch sichtbar.
2. Jahrmarkt- und Rummelplatz-Szenen im Film – darüber möchte ich mal eine Analyse lesen. Auch in diesem Film eine Szene in einem Vergnügungspark. Was mal wieder auffält, innerhalb einer Mainstream-Inszenierung kann die Örtlichkeit des Rummelplatzes mit seinen Lichter- und Bewegungseffekten dem Filmemacher eine gewisse Plattform geben, um die konventionelle Bildsprache zu verlassen, um Mithilfe diegetischer Verfremdungseffekte in Bild und Ton die Dramaturgie zu unterstützen, ohne zu „experimentell“ zu erschienen oder die eigentliche Filmwelt verlassen zu müssen. Der Jahrmarkt mit seinen Menschenmassen, Karrussels, bunten Lichteffekten und vielfältigen Tonebenen erweitert die Filmsprache um vielfältigste Gestaltungsebenen, die aber für den Zuschauer „glaubwürdig“ (innerhalb der Filmhandlung) bleiben, da das Kitzeln der Sinne als Eigenschaft von Jahrmärkten akzeptiert wird.

Eine ähnliche Funktion könnten Szenen haben, die in Clubs oder Diskos spielen. Müsste man mal sammeln und die jeweilige Funktion solcher realitätsverfremdenen Sequenzen untersuchen. Sicher interessant!

Dafür ist jetzt aber keine Zeit, denn ähnlich spannend wird die nächste Woche. In ein paar Stunden – um 7:00h – muss ich mich auf den Weg machen, um das Flugzeug nach Frankreich zu schaffen. Ich werde da nämlich dienstlich hin müssen zum Festival du Court-Métrage de Clermont-Ferrand. Bin schon ganz gespannt. Hab auch schon ein paar Eindrücke im Video-Podcast von da gesehen. Jusqu’alors!

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