Vorhin hat Markus Kavka bei uns aus seinem Buch vorgelesen

Ich arbeite ja seit Herbst in so einem Kino, dass nicht nur Filme zeigt – alte, ganz neue und Zeug, was wenig Filmmiete kostet – sondern auch auf Event macht. Der große Saal hat eine Leinwand, wo man schnell mal eben in den Boden absenken lassen kann und dann ist da gleich dahinter eine Bühne für Konzerte und so. Und irgendwo in der Wand ist auch ein Patchfeld für Mikros und Zeug.

Jedenfalls, immer was los da in dem Kino. Wer da nicht schon alles war. Heute der Kavka – mit seinem neuen Buch, aus dem er vorgelesen und drumrum improvisiert hat. Und die üblichen Groopies waren auch da (Girlies, die gern Freundin sein wollen und andere Musikfernsehen-Affine). Hätte mir gern von oben aus dem Bildwerferraum etwas mehr von angesehen, hab nur ein wenig mitbekommen, das was ich gehört habe, war ganz lustig. Und als er übers Ego-Googlen sich ausgelassen hat und sein Sidekick kam mit, „das Internet bleibt heute draußen, das ist bei Tomte-Konzerten auch so“, musste ich auch schon wieder Filmevorführen. Jedenfalls, am Ende schnappte ich eine Meinung auf, die eher behauptete, „noch ein Buch, dass die Welt nicht braucht“. Jemand anderes meinte, man müsse auch nicht wirklich heute mehr allzuviel mit der Formel Alkohol+Bühne+Publikum=Lustig herum experimentieren.

Naja, egal. Lest lieber den Original-Kafka, denk ich mir mal und trink jetzt noch ein ehrliches Feierabendbier.

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