Film: Unser täglich Brot

:::: gesehen am 4.11.2007 auf 3sat

Österreich 2005 – Regie: Nikolaus Geyrhalter

Du bist, was du isst. „Unser Täglich Brot“ ist ein Dokumentarfilm, der sich mit der Massenproduktion von Lebensmitteln in Europa beschäftigt. Er kommt dabei ganz ohne Sprache oder Ortsangaben aus und überlässt durch die nahezu kommentarlose Inzenierung dem Auge des Zuschauers die Bewertung des Gesehenen. Es werden in statische Filmaufnahmen und teilweise Fahrten Massenproduktion von Lebensmitteln gezeigt: die Züchtung bis zur Schlachtung von Tieren, sowie der industriellen Anpflanzung und Ernte von Obst und Gemüse. Auf die exzessive Verwendung von Pestiziden und die Behandlung von Tieren als Ware, z. B. durch die maschinelle Auslese und Verpackung von lebenden Küken wird ein besonderes Augenmerk gelegt. Zwischen den statischen Aufnahmen der industiellen Massenproduktion werden verstreut Porträts von den Arbeitern in den Fabriken und Plantagen geschnitten, die diese bei ihrer Pause zeigen.

Ich hatte den Film öfter auf Kinoarbeit vorgeführt, aber nie ganz gesehen. Nur in Teilen. Das scheint aber nichts an dem Gesamteindruck zu ändern. Alleine der Trailer zum Film war schon aussagekräftig genug. Ich werde bei Bildern von industrieller Fleischproduktion oder Tieren in Massenhaltung nicht sehr emotional. Es ist Fakt, dass so unser Fleich und Fisch hergestellt wird. Was mir neu war: Milchrinder, die wir am Rande an den Autobahnen stehen sehen, schauen offenbar anders aus als Schlachtrinder, die wir essen. Denn die sehen aus wie eine Mischung aus Schwein und Kuh. Der Eindruck des Films bleibt nachdenklich-stimmend, aber er polemisiert oder agitiert nicht. Die Webseite zum Film ist gerade überlastet.

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