Sturmfrei

Spät von Kinoarbeit nach Hause gekommen. Eben festgechattet mit Amerika. Müssen Steuer und Filmtagebuch und die ganzen Kurzfilme hier auf dem Tisch dann doch mal wieder warten.

Sturmfreie Bude. Die Liebste ist vom Nikolaus entführt worden. Muss man sich erstmal dran gewöhnen. Was hätte ich alles machen wollen, jetzt wo man endlich alleine ist. Den Fernseher ins Schlafzimmer rollen und die ganze Nacht MTV laufen lassen, wie früher und lange nicht mehr. In der Mitte des Betts liegen und grunzen. Meinen versifften Lieblingssessel aus dem Keller holen und die ganze Nacht zu den Sex Pistols tanzen. Bier holen und austrinken. Eine Fritteuse mieten und Pommes machen. Nakt auf dem Sofa rumhüpfen. Den Kater am Schwanz ziehen. Ach, wie schön könnte es sein das Alleinesein. Stattdessen nur Müdigkeit und nicht mal mehr Lust auf eine 2. Flasche Feierabendbier. Blöder Kinojob, blöde Knochen. Heute schon wieder dicke Beule am Projektor gestoßen.

PS: Woher kommt eigentlich dieser Begriff von der „sturmfreien Bude“? Sowas blödes, is doch eh immer alles wie immer. Ich wär gern Mitbewohner von Sponge Bob.

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