Weiterbildung: Mobile Computing – Teil 2

Yes, I’m back on campus! Seit letzter Woche nehme ich spaßeshalber an einer Weiterbildung zum Thema „Mobile Computing“ an der FHTW Berlin teil. Darin geht es einführend um den superspannenden Themenbereich datenbank-basierter Dienste auf mobilen Endgeräten. Was das ist, wie das eigentlich geht und wofür man das sonst noch so brauchen könnte. Letzte Woche war Teil 1 – da gab es erst eine Einführung auf Kindergarten-Niveau. Dann sind wir ins Mac-Labor gegangen und haben uns gegenseitig vorgestellt. Danach war ich begeistert, weil nicht nur so ältere Nachrichtentechnik-Herren da in der Weiterbildung drin sitzen, die ihre Festanstellung bei Telekom, Vodafone, E-Plus oder o2 absichern wollen. Nein, es gab auch einige Leute wie mich, so eher aus kulturellen oder medientheoretischen Hintergründen. Die Nachrichtentechniker aller Netzbetreiber sind in der Mehrzahl. Hat man gleich durch Kleider-Codierungen deutlich ausmachen können. Auch eine Form der drahtlosen Kommunikation!

Heute war Teil 2 der Weiterbildung und wir haben viel gelernt. Angefangen hat’s allgemein kulturhistorisch damit, dass Rauchzeichen ja auch schon eine drahtlose Form der Kommunikation waren. Geendet hat’s im Übungsteil damit, dass wir die e-Learning Webseite der Fachhochschule gehackt haben, sodass sie nicht mehr zur Verfügung stand (eben hab ich es noch mal hier zu Hause probiert – immer noch kaputt).

Das Wichtigste mitgeschrieben:

1. Bei tekgear kann man alles Nötige kaufen, um sich seinen ersten, eigenen Cyborg zu bauen.

2. Diese komischen Geräte, die seit noch nicht allzu lange Zeit immer überall über den Autobahnen hängen, so Blitzdinger, die nicht blitzen, weil sie im Infrarotbereich arbeiten. Die gehören toll collect, damit wird jedes Auto aufgenommen, was da dran vorbeifährt, und diese Daten werden 6 Monate gespeichtert. Dienen soll das dafür, dass mautpflichtige LKWs sich nicht um die Mautgebühr drücken können, weil sie z.B. öfter mal vergessen das Toll Collect Gerät anzuschalten. Ich dachte immer, das geht nur LKW-Fahrer an. Aber wenn man sich nicht immer um alles selber kümmert! Wenn man folglich nicht erfasst werden möchte, irgendwo lang gefahren zu sein, sollte man sich eine Nerd-Maske besorgen. Oder auch ähnliche Tarnung.

3. Es gibt unterschiedliche Mechanismen oder Medienzugriffsverfahren, um den Zugriff mobiler Nutzer auf Medien oder Daten zu steuern. SDMA (Space Division Multiple Access – Raummultiplex), TDMA (Time Division Multiple Access – Zeitmultiplex), FDMA (Frequency Division Multiple Access – Frequenzmultiplex), CDMA (Code Division Multiple Access – Codemultiplex). Das war alles Neuland für mich. Da wurden dann schematisch Sendemäste an die Tafel gemalt und WLAN-Netzwerke auf dem Campus erklärt. Also kurz: Raummultiplex ist wenn mehrere Sender so ausgerichtet sind, einen bestimmten räumlichen Bereich zu bedienen. Zeitmultiplex ist die zeitliche Aufsplittung der zur Verfügung stehenden Kapazitäten unter mehreren Nutzern. Wenn ich das richtig verstanden habe ein Beispiel: 10 Leute telefonieren. Das was die da so am Telefon reden, dauert 10 Sekunden an Sprache. Diese 10 Sekunden Realzeit braucht aber nur 1 Sekunde an technischer Übermittlungszeit. Das heisst, die anderen 9 Sekunden eines Kanalnutzers kann aufgesplittet werden auf weitere 9 Leute. Nur mal so schematisch. Tolle Sache! Bei der Frequenzmultiplex-Dingens kommt noch so Feintuning einer Frequenz durch Aufteilung in Subkanäle rein. Ist auch bei deinem WLAN zu Hause so. Das funkt auf 2,4 GHz. Wenn es da mal Interreferenzen der Bandbreite mit dem WLAN deines Nachbarn geben sollte, könnt ihr Euch auf unterschiedliche Subkanäle dieser Frequenz einigen. Das stellt man am Router ein und – Schwuppsdich – man kommt sich nicht in die Queere. Für normal im Internet-Surfen ist das egal. Aber wenn man z.B. Videos kabellos auf seine Fernseher streamen möchte übers WLAN, kann das schon eher stören, wenn da die Nachbarn auch mit drin hängen. Ja und mit der CDMA, da kommt halt noch eine Codierung ins Spiel, das hab ich dann aber nicht mehr so verstanden, weil es so schnell ging – schnell noch kurz vor der Pause. Hilfreich ist sicher hier in der Wikipedia über Multiplexverfahren irgendwann mal weiterzulesen.

4. Und wem das nicht genug ist: Die Bibel der Mobilkommunikation ist Jochen Schiller: „Mobilkommunikation“.

5. Nach Pause wir wieder rüber ins Mac-Labor. Da haben wir unsere Logins bekommen. Hach, die herrlichen, guten, alten Rechenzentrum-Zeiten. Erstmal braucht man ein Login, um die Terminals im Labor zu nutzen. Dann braucht man ein Login, um Dienste des Hochschul-Rechenzentrums der FHTW zu nutzen: Meine nagelneue E-Mail Adresse an der FHTW, den WLAN-Zugang auf dem Campus, den Speicherplatz für meine eigene (noch zu erstellende) FHTW-Homepage und andere praktische Dienste, wie den interaktiven Speiseplan der Mensa. Und mit diesem 2. Login muss man sich auch auf der eLearning-Webseite der FHTW registrieren, um wiederum dort ein 3. Login zu bekommen, um ebenden Online-Campus zu nutzen (da sind dann Seminarpläne und Podcasts der Vorlesung samt Folienpräsentationen und so andere nützlicher E-Learning-Kram wie Foren und Chaträume ;-). Sie können sich denken, wir waren alle ganz schön aufgeregt. So viele Logins! Und gleich dann würden wir im Internet surfen können. Einige hatten auch ihre Notebooks mit. Doch – erste Enttäuschung – so leicht kommt man da nicht ins Campus-WLAN rein. Da braucht man erst ein Zertifikat, das man aber nicht ohne Netzzugang downloaden kann. Andere hatten den Zettel mit dem Login für die Terminals noch nicht bekommen und konnten auch nicht ins Netz. Noch andere konnten sich zwar an den Macs einloggen, haben aber noch nie an einem Mac gedient und wussten nicht, wie man da überhaupt einen Webbrowser öffnet, um ins Internet zu kommen. Zwei, drei Leute haben nicht gerafft, dass man beim Passwort auf Groß- und Kleinschreibung achten muss. Als erstes von den ganzen Computerfuzzis waren die Modedesignerin und ihre Freundin mit ihren Notebooks im eCampus eingeloggt. Aber nicht lange. Einige von den neuen Mac-Usern sind dann in den anderen Raum wo die Windows-PCs stehen gegangen, um es da aus zu probieren. Ging da dann aber auch nicht. In der Zeit, wo wir alle versucht haben, uns mit unserem 2. Login für das 3. Login zu registrieren, gingen die Server des eCampus in die Knie. Ich hab vor Aufregung ganz vergessen, zu twittern! Wir wurden dann früher nach Hause geschickt.

Fazit:
Es gibt viele Wege der drahtlosen Datenübertragung. Und es ist nicht auf Anhieb leicht an Unis oder Hochschulen ins Internet zu kommen und da drin dann was zu lernen. Vielleicht schaffen wir das aber noch. Der Kurs geht ja zum Glück noch bis Oktober, oder so!

Kommentare sind geschlossen.

%d Bloggern gefällt das: