Filme: „Dogtown and Z-Boys“ (2001) & „Lords of Dogtown“ (2005)

Dogtown and Z-Boys
:::: gesehen gestern Nacht, nachdem ich über dieses Musikvideo gestolpert war.

Dokumentarfilm, USA 2001, Regie: Stacy Peralta, Buch: Stacy Peralta, Craig Stecyk, Sprecher: Sean Penn, mit Jay Adams, Tony Alva, Jeff Ament, Bob Biniak, Paul Constantineau, Skip Engblom, Glen Friedman, Tony Hawk, Shogo Kubo, Jim Muir, Peggy Oki, Stacy Peralta, Nathan Pratt, Henry Rollins, Wentzle Ruml, Allen Sarlo, Craig Stecyk

Sehr gute Kino-Dokumentation über die Entstehung des Freestyle Skateboardens, wie wir es heute kennen. Ein Muss für Skater, aber auch empfohlen für jene Alles-Schon-Kenner wie mich, die nichtmal mit Rollschuhen so richtig klar kamen, aber den Geist des Skatens tagtäglich leben :)

Und darum geht es:
Stacy Peraltas Film erzählt von einer Gruppe Außenseiter, über das Kalifornien der 70er – und wie diese zwölf Außenseiter Trends gesetzt haben, die bis heute gelten. Wenn heute 10-Jährige über die Kölner Domplatte brettern oder auf Contests antreten, dann haben die Z-Boys all die Formen bereits vorgegeben: Röhren waren ihre Wellen, Half Pipes ihre Swimming-Pools. Vor allem aber verrät der Film viel über Attitüde: Es geht bei diesem Sport gar nicht so sehr um Wettbewerb, sondern um ein Lebensgefühl. Um Style. Wo jede Handhaltung wichtig ist, damit man auf dem Brett gut aussieht. Es geht auch um Klamotten – an welcher Stelle die Hose einen Riss haben muss und von welchem Label sie ist. Deshalb hat wohl auch die Sportartikelfirma Vans den Film mitproduziert. Kritisch könnte man anmerken, dass Regisseur Peralta selbst zum Zephyr Skate Team gehörte. Wo er sich objektiv gibt, spielt selbstverständlich auch eine Menge Nostalgie und (Selbst-)Exploitation mit. Das ist ganz sicher nicht die klassische Dokufilmer-Haltung. Aber Skateboarden ist eben auch kein klassischer Sport …
(Kritik aus: fluter.de)

Als ich Highschoolschüler in den USA war (Ich, 17), hatte ich einen Gastbruder, der 14-jährig mich in die Mythen und Riten des Skatens einwies. Niemand war so cool wie er. Das hat in meiner Erinnerung alles viel mit erwachender Sexualität und Testosteron und Drogen zu tun. In „Dogtown and Z-Boys“ wird diese Haltung in Interviews mit den realen Protagonisten des Hypes und im Archivmaterial sehr deutlich, aber auch schön dieser Dreck, diese urbane Ödnis, diese glanzlose USA, die ich dort kennen (und schätzen) gelernt habe. Alles drin in dem Film.

YouTube – DogTown and Z-Boys original un-released Trailer

Oh, und der ganze Film online auf dailymotion.com:
DOGTOWN & Z-BOYS (2001):
Teil 1 von 5 | Teil 2 von 5 | Teil 3 von 5 | Teil 4 von 5 | Teil 5 von 5

Lords of Dogtown
:::: neulich irgendwann gesehen

USA 2005 – Regie: Catherine Hardwicke – Drehbuch: Stacy Peralta


Über die selbe Sache hab ich neulich als Einstieg ins Thema diesen Spielfilm von 2005 gesehen, für den Stacy Peralta das Drehbuch geschrieben hat. Hier wird alles noch mal schön mit psychologischer Figurentiefe, mit perfekt ausgezirkelten Einstellungen und sexy Körperlichkeit aufgearbeitet. Aber auch innerhalb der problematischen Gattung der fiktionalisierten Biographie-Films aus Hollywood, schafft „Lords of Dogtown“ packend die der Ursprünge des Freestyle Skatens und den Aufstieg des Zephyr Teams zu zeigen. Der Film behandelt auch das Risiko des Realitätsverlustes bei einer steilen Karriere und die sozialen Konsequenzen in der Team-Dynamik, die daraus entstanden. Feelgood-Skaterfilm.

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