Teil 2: Mein erstes BarCamp – Be prepared or be squared

Habe eben auf dem BarCamp Berlin 3 Blog folgender Artikel online gemacht

Während das BarCamp Berlin Orga-Team gerade Badges ausdruckt, Buttons herstellt und am Veranstaltungsort auf Mega-Bildschrirmen „Pong“ gespielt wird, möchte ich die Wartezeit bis zur Welcome Party heute abend sinnvoll nutzen und mich vorbereiten auf mein erstes BarCamp. Seit ich vorgestern Nacht ins Wiki mit den Sessionvorschlägen geschaut habe, hat sich inzwischen schon wieder einiges getan. Dort tragen die Teilnehmer ihre Sessions und ein erstes Bild der Themenvielfalt zeichnet sich ab. Falls du also noch nicht den Themenladen reingeschaut hast, dann aber jetzt zack, zack – zwei Huhn, ein Gänse!

Ich bin gespannt, wie sich das alles gestalten wird. Denn – gelernt ist gelernt – BarCamps organiseren sich selber und verlangen von den Teilnehmern ein extrem hohes Maß an Eigenaktivität. Das eigentliche Programm wird erst Samstag Morgen um 9:45 Uhr auf die Beine gestellt. Doch wer seid ihr alle eigentlich? Aus Spaß habe ich neulich Nacht mal ein paar Leute angeschrieben und nach ihren Motiven befragt, warum sie zum BarCamp Berlin kommen. Ganz oben steht natürlich der Austausch und der Wissenstransfer.

So schreibt mir Ruth Betz von scoyo.de: “ Ein BarCamp erfordert ein Höchstmaß an Aktivitäten auf Seiten der Teilnehmer. Wer sind diese aktiven Teilnehmer? Was sind ihre Themen? Was tut sich gerade Neues im Netz? Ich freue mich darauf, viele spannende Leute kennen zu lernen und die neusten Trends für elearning, web2.0, mobile gadgets, mediawikis, social networks und und und aufzuspüren.“ Ruth Betz arbeitet bei scoyo in den Bereichen SEM, SEO und Web-Aktivitäten und schlägt eine Session mit dem Titel „Learning 2.0“. Ich möchte wetten, da geht es um die Integration von Strukturen des Web 2.0 in E-Learning-Methoden.

Um Transformation und Integration von Strukturen des Web 2.0 in Theaterproduktionen wird es bei Benedict Roeser von der Theatergruppe Antigone 2.0 gehen. Es ist ebenfalls sein erstes BarCamp und er schlägt eine Session zum Thema Theater und Web2.0 vor. Supersache für mich, komme ich doch ursprünglich von der Theater- Film und Fernsehwissenschaft und interessiere mich ebenfalls für die Möglichkeiten des Web2.0 für kulturelle Projekte. Das spannende an dem Thema wird die Frage nach der Transformation und Integration von Strukturen des Web2.0 in Theaterproduktionen sein. Benedict schreibt mir auf meine Frage nach seiner Motivation: „Ich bin „Erstling“ beim BarCamp und hoffe hauptsächlich auf viele interessante Kontakte. Ich bin Student, arbeite allerdings als freier Regisseur mit einer Theatergruppe. Wir versuchen ein „Theater 2.0″ zu entwickeln, dass in die Richtung geht, die z. B. auch die Gruppe God’s Entertainment einschlägt. Der Kontakt zu anderen Web 2.0 Interessierten ist sowohl für meine Arbeit wichtig, als auch persönlich interessant.“

Ihr erkennt mich an meinem Button
[Ihr erkennt mich an meinem Button]

Klar. Mich als Kultur- und Medienwissenschaftler interessieren natürlich zunächst Themen, die sich darum drehen, wie die neue Kulturtechnik „Internet“ sich mit bestehenden Kulturformen verbinden lässt. Aber es wird sicher auch viel Technisches geben. Ebenfalls für mich nicht uninteressant, die Session von Dirk Röhrborn in dem es um firmeninternes Microblogging gehen wird: erste Erfahrungen, Bedürfnisse und mit welchen Tools wäre ein twittern unter Arbeitskollegen möglich. Habe wir im Büro gerade erst neulich drüber diskutiert. Und ich war ja der Meinung, wir sollten erstmal sowas wie ein Wiki vernünftig nutzen. Da wird mir dann Martin Koser mit seiner Session zu Wikis in Firmen und Projekten gute Argumentationshilfen und Tipps geben können. Er freut sich beim BarCamp auf freundliche und neugierige Menschen, fachlichen Austausch, einfach eine gute Zeit!. Sein erstes BarCamp war in München im Herbst 2007: „Ich war „blown away“ – von der Vielfalt der Themen, der Leute – mehr aber noch wie das BarCamp Format „alle machen mit“ funktioniert hat.

Ich freu mich so! Es wird um Musik im Internet gehen, um Suchmaschinenoptimierung, um Ästhetik, um Recht & Politik im Netz, um Nerd-Culture im Unternehmen, um Web2.0-Software und Applikationen, und und und. Kurz: ums Dings und Bums rund ums Rums :-) Und das alles aus sich selbst heraus organisiert und motiviert. Und wo wir gerade beim Thema Eigenaktivität und Motivation sind: Klasse sind auch diese Leute aus Zentralasien, die total begeistert sind vom BarCamp und extra deswegen nach Berlin kommen wollen. Ich weiss ja nicht viel, aber ich denke, dass wird ein sehr, sehr interessantes Wochenende.

>>> Hier geht es zu: Teil 1: Mein erstes Barcamp – Das ist was zum Knutschen

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