Retrospektive: Miranda Pennell


www.mirandapennell.com

Lasse gerade die letzte Woche Revue passieren, Erholung vom Festival, Aklimatisierung an den Alltag. Von allen Programmen auf dem 24. Kurzfilmfestival interfilm Berlin ist mir die Retrospektive Miranda Pennell (Offizielle Homepage / Retrospektive auf dem Festival) am liebsten gewesen. Ihre Filme haben überrascht und wieder eine Lust am bewussten Filme-Sehen geweckt, weil sie visuell herausfordern und sich nicht an Erwartungshaltungen messen mussten. Das mag ich am experimentellen Kino, man muss sich drauf einlassen wollen.

Miranda Pennell macht choreographische Filme. Keine „Tanzfilme“ an sich, aber Filme, die durch Choreographie der visuellen Ebene eine weitere Perspektive hinzufügen, den Film um ein eher filmfremdes Element formal stilisieren und damit bereichern. Man könnte von choreographierten Dokumentarfilmen reden, von Bewegungs-Porträts oder von narrativ-experimenteller Körpervisualisierung, um zu versuchen, sich der Sache zu nähern. Angenehm zwischen den Stühlen, das alles. Und auch eine angenehme, ihre Arbeit reflektierende Filmemacherin, schien es mir. Auf YouTube findet sich ein Ausschnitt einer ihrer Filme – Miranda Pennell: You Made Me Love You (2004) – Einundzwanzig Tänzer spielen Katz und Maus mit einer unberechenbaren Kamera.

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