Webcuts.10

In diesem Blog muss jetzt mal wieder was passieren. Basta!

Ich war gestern Abend auf der Preisverleihung der webcuts.10, die im Rahmen der Webinale stattgefunden haben. Dort gab es kurzformatige Internetfilme. Das habe ich genossen. Danach gab es Freibier. Auch toll.

Ganz besonders aber habe ich aber genossen, mich im Anschluss an die Preisverleihung mit einem ehemaligen Chef von mir zu unterhalten. Eine Aussprache auf Augenhöhe, über Dinge, die ich vielleicht schon mal früher hätte besprechen wollen. Und über Dinge, die ich damals so auch noch gar nicht wusste und bestimmte Sachen heute im anderen Licht scheinen lässt. Was soll ich sagen? Geht einfach öfter mal zusammen ein Bier trinken, wenn’s irgendwo knirscht.

Aber nun zu den Filmen.

Da ich beruflich nun nicht mehr mit Kurzfilmen zu tun habe, wird so ein Screening und so eine Preisverleihung ja gleich wieder was ganz besonderes.  Wirklich toll die Animation „Pixels“ von Patrick Jean, in der 8-bit-Pixel aus einem alten Fernseher ausbrechen und erst New York, dann die ganze Welt in eine Game-Apokalypse tauchen:

Auch schön, die Reise-Web-Doku „The Longest Way“ von Christoph Rehage aus Deutschland. Ich hatte ja auch mal probiert so ein 365-Tage-ein-Foto Projekt zu machen. Der Film geht da zwischen den Zeilen und als persönliche Reisedoku einen ganz spannenden Weg:

Ich mag jetzt gar nicht alle Gewinnerfilme durchgehen. Mehr Infos zur Preisverleihung und die Liste der Gewinnerfilme findet man drüben bei Bildflimmern.

Aber einen hab ich noch: Sehenswert fand ich auch diese Doku übererwachsene LEGO-Fans: AFOL A Blocumentary:

AFOL A Blocumentary from AFOL on Vimeo

Kleiner Exkurs zu LEGO und dem Internet: Neulich auf dem Social Media Club Berlin ging es um Social Media und Musik und der Typ (Name und Link zum Blog vergessen) von Soundcloud hatte einen ganz schönen Vergleich gebracht, wie Soundcloud das Thema offene APIs in Abgrenzung zu Myspace und VZ.net sieht. Er meinte nämlich (ungefähr), sie verstehen jedes Soziale Netzwerk, jede Webanwendung als einen Legostein. Der Stein für sich, prima Sache, aber erst die Verbindungsmöglichkeit mit anderen Legosteinen machen das Spiel. Und die Nutzer, die Entwickler und alle sind eingeladen mit den Legosteinen die tollsten Welten zu bauen. Das sei dann das Internet, von dem wir uns noch nicht vorstellen können, wie das mal aussehen wird. Fand ich gut.

Gut fand ich aber auch – um zurück zur Preisverleihung der webcuts.10 zu kommen – wie der Sponsor clara.net begründet hat, warum sie so ein Internetfilmfestival wie die Webcuts unterstützen. Der Herr meinte (ungefähr), es sei ja manchmal recht dröge und technisch das Alltagsgeschäft als Internetprovider. Und wenn man mal etwas nachdenklich durch so einen Serverraum flaniert, dann würde man gelegentlich darüber ins Grübeln kommen, was da hinter den ganzen blinkenden Lichtern an den Servern eigentlich für Daten durchfließen. Was das für Inhalte und Produkte und Trends sind. Es sei dann eine gewisse Sehnsucht nach Inhalten zu spüren. Ähnlich, wie wenn man am Flughafen steht, sieht wie alle tolle Flüge in die Ferne machen, nur man selber hat aber keinen Flug gebucht. Und auf so einem Festival sehe man selber als Technikdienstleister dann eben, dass die eigene Arbeit eben doch auch sexy ist.  Da musste ich fast weinen.

Sehnsüchte. Leidensgemeinschaften im dunklen Raum. Freibier. Ein gelungener Abend.

6 Kommentare

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