Film: The Departed

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The Departed, USA 2006, Regie: Martin Scorsese. Gesehen am 6.6.2010 auf der Rückfahrt von Konstanz nach Berlin.

Ratten und Maulwürfe. Intrigen, Lügen, Geheimnisse und Korruption zwischen Gangstern und Polizei. Das gute, ehrliche Räuber-und-Gendarm-Spiel. In Konstanz hatten wir des Nachts noch „Werwolf“ gespielt, ein soziologisches Rollenspiel, bei dem es darum geht, seine eigene Identität zu tarnen und in der Gruppe gemeinsam die Identitäten der Einzelnen aufzudecken. Ein interessantes Spiel, an das dieser Film dann gedanklich anschloss.

Wenn man weiss, das es sich um eine Adaption der Hongkong-Gangsterfilmtrilogie „Infernal Affairs“ handelt, vergleicht man ständig Handlung, Charakterzeichnung, das andere Ende. Aber natürlich geht es Scorsese nicht um ein Eins-zu-eins-Remake, sondern „The Departed“ ist eine cross-nationale Adaption des Stoffes, ausgerichtet auf Scorseses Bild von und Kritik an der US-amerikanischen Gesellschaft. Fressen und gefressen werden, das gilt überall in der kapitalistischen Welt. In den USA mit moralischem Happy End, in Hongkong jedoch stirbt der korrupte Polizist am Ende nicht.

Schließlich habe ich diesen Film nach mehreren missglückten Ansätzen nun auch gesehen. Er fühlt sich aber für mich nicht ganz wie ein perfekt ausgehangener Scorsese an. Eher wie eine hohe Ambition, die während der Produktionszeit zur Pflichtübung wurde. Trotzdem sehr guter Film, natürlich.

Autor: Tillmann Allmer

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