Archiv der Kategorie Kinder
Im Geschwindigkeitsrausch.

Heute stand Fahrradfahrenüben auf dem Programm. Nach dem Winter war heute der erste Tag mit ausgedehnter Kiezpatroullie mit der ganzen Familie. Dafür hatten wir endlich wieder die Kinderräder aus dem Keller geholt.
Der Kleine möchte zwar gern das Tretrad nutzen, ist aber etwas ungeduldig und schnell genervt, da das alles noch nicht so richtig klappt. Anders die Große, mit sanftem Druck meinerseits und Selbstgewissheit ihrerseits war heute sozusagen der erste Tag, an dem sie wirklich Fahrrad fuhr. Wir hatten letztes Jahr schon immer wieder geübt, aber heute hat’s dann einfach funktioniert. Man muss ihr am Anfang zwar noch mit einem kleinen Schubser Schwung geben, aber dann klappt es schon ganz gut:
Lange geübt. Jetzt kann sie es. from tristessedeluxe on Vimeo.
Eigentlich ist es vollkommen albern. Jedes Kind lernt irgendwann mal Fahrradfahren. Aber ich bin gerade stolz wie Oskar. Und ein bisschen sentimental: Es ist fast wie damals auf dem leeren Supermarktparkplatz an einem Sonntag im Sommer, als mein Vater mir die Stützräder abmontierte und ich nach ein paar Versuchen meine neue Freiheit genoss.
Kochen.

Der knapp Dreijährige kocht sehr gerne. Nun schon seit über einem Jahr kontinuierlich und andauernd. Bald ist die Frage berechtigt, wer von wem in der Küche lernt, er von mir oder ich von ihm? Ich vermute langsam, das bleibt.
Fünfter Geburtstag.
Und schon wieder sind fünf Jahre vergangen. Viel ist passiert und ich habe den Eindruck, die Zeit verfliegt mit den beiden Kindern viel schneller, als in den fünf Jahren davor. Lustiger und lebendiger verfliegt die Zeit auf jeden Fall. Wie das heute vor fünf Jahren war, haben wir eben noch mal nachgelesen: Ein paar blödsinnige Gedanken, ein paar Handyfotos und die Tweets von ihrer Geburt Anfang Februar 2008.
<3
Wir haben jetzt auch Creepercards zu Hause
An unserem Esstisch in der Küche wurden jetzt Regeln eingeführt in Form von selbstgemalten Zetteln an der Wand. Es ist ein erster Ansatz, den Kindern so etwas wie “Demokratie” beizubringen und sich auf ein gemeinsames Regelwerk zu einigen. (Für mich persönlich wäre es in diesen Tagen auch ein Vorschlag, wie man das Creepercards-Gate hätte insgesamt anders angehen können (Hurra, ich verlinke das erste mal seit 2003 Fefe!): Gemeinsam sich auf Spielregeln einigen, statt konfrontativ zu werden und sich die eigenen Betonköpfe einzurennen. Das aber nur am Rande von einem unbeteiligten Beobachter aus der Ferne.)
Zu den Regeln. Die 6 Tischgebote im Hause, die übrigens auch für Besuch gelten:

1. Kacke-sagen am Tisch verboten. Auch keine sexistische Kackscheisse.

2. Schubsen am Tisch verboten.

4. Lebensmittel schmeißen während des Essens (hier in Form einer Spiralnudel) verboten.

5. Daumenlutschen am Tisch verboten.
Ich bin mir sicher, in den nächsten Wochen wird das Regelwerk noch verfeinert. Ellenbogen, Schmatzen und Popeln werden zügig hinzukommen. Aber auch wir Eltern werden uns noch umsehen: Den anderen nicht ausreden lassen? Verboten. Wörter, die die Kinder nicht hören sollen ausbuchstabieren? Verboten. Ironie und Sarkasmus? Verboten. Während des Essens ins iPhone schauen? Verboten. Demokratie fordert ihre Opfer.
Ich bin stolz auf meine Tochter, welche sofort wusste, wofür das ihr geschenkte Barbie-Bügelbrett nützlich sein kann. twitter.com/worldwidewoelf…
— René Wölfl (@worldwidewoelfl) Januar 2, 2013
Man kann so viel von der nachkommenden Generation lernen. Mir scheint viel zu häufig, dass sich die eigene Generationssphäre zu sehr um sich selbst dreht. Gefangen in der eigenen Echokammer. Kaum ein Ohr für Ältere sowie Jüngere. Ich freue mich schon sehr auf die Zeit, wenn mir meine Kinder endlich das Internet, Online-Gaming und den ganzen anderen Kram nochmal aus der anderen Richtung beibringen.
Trends sind ja ein sehr flüchtiges Erzeugnis unserer Zeit. Was ist das nächste neue Ding? Wer kann welches Buzzword im nächsten Pitch mit der Essenz eines Trends ausfüllen? Zu jedem Jahreswechsel schleudert jeder eine handvoll Trends hinaus als Wettervorhersage für das neue Jahr. Ich beobachte das mit großem Interesse. Man kann selber seinen Horizont abgleichen, sehen, wer sich mit 4 Jahre alten Trends versucht am Markt zu positionieren, wer an Trends aus dem letzten Jahr festhält (weil das Neugeschäft in der Richtung Platz für Phantasie lässt) und wer wirklich neue Trends aufspürt, die dann in 2-4 Jahren in jedermanns Munde sein werden.
In diesem Jahr ist mir von all diesen Jahreswechsel Trend-Artikeln wenig hängen geblieben. Nur einer: Josh Miller hat seine jüngere Schwester, die in die 10. Klasse geht, befragt, wie sie und ihre Leute Internet, Mobile und Social Networks nutzt. Einge lesenswerte Insights und Gedanken, die vielleicht nicht die Trends für 2013 sind, aber erahnen lassen, wohin die Reise gehen könnte.
Auch beruhigend zu lesen: 5 Trends, die man 2013 getrost ignorieren kann. Darunter QR-Codes (immer noch?!), Big Data (das ging schnell), BYOD, Gamification (endlich!) und Consumer Internet Companies.
Alles Gute für 2013. Zankt Euch nicht so viel.
Kann man den Fernsehturm an den Füßen kitzeln?
Eule steigen lassen.
Beide Kinder sind felsenfest überzeugt, dass wir eine Eule haben, keinen Drachen. Auch sonst wird sehr genau differenziert, was da am Himmel fliegt. Heute haben wir zum Beispiel auch bewußt den Rosinenbomber gesehen und das rote Wasserflugzeug vom Treptower Park. Flugzeuge, die Rosinen und Schokolade abwerfen oder auf dem Wasser landen können! Kinderwunderaugen.
Telefonisch erreichbar gewesen. Wie immer.
Tage, wie dieser, die man sich vorgestellt hat, wenn man vormals Gleichaltrige mit grauen Haaren gesehen hatte, und sich dachte, das käme sicher vom Stress in der Agentur.
Die Erkenntnis, dass der Durchbruch mit dem mobilen Internet und den Touchpads und iPhones und all dem Zeug gerade erst anfängt. Nämlich jetzt gerade an dem Punkt, an dem sich unsere Elterngeneration langsam einredet, dass sie diese schicken Geräte auch brauchen und nach wenigen Tagen Nutzung schon Thesen zu psychologischen Wahrnehmungsverschiebungen und sich verändernden Gesellschaftsdiskursen formulieren.
“I love it – it is very exciting. It’s a wonderful way of finding out about things. But I must say it’s a dreadful waste of time. I’m sure there are lots of other things I should be doing rather than playing on a computer.” (Meet the iGran: 103-year-old Lillian becomes world’s oldest Facebooker (and updates from her iPad))
“Familie.” (Von links nach rechts: kleiner Bruder, Vater, große Schwester, Mutter, Katze)










