Archiv für Facebook

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Kurzfilm mit Deinen Facbeookdaten in der Supporting Role: Take This Lollipop. Mehr zu diesem Viralvideo auf t3n.

19. Oktober 2011 von Tillmann Allmer
Kategorien: Film, Filme online, Internet & Social Media | Schlagwörter: , , | Schreibe einen Kommentar

Die Leu+e wollen, dass was passier+

Wir langweilen uns zu Tode. Wir nutzen seit Jahren Twitter, Facebook und Dingsr und Bumxing. Wir wissen, wie man die gängigen Tools rockt. Ein neues Meme oder unsere Selbstspiegelung jagen wir beiläufig beim Zähneputzen durch unseren Onlinebekanntenkeis. Dabei weinen wir den lebenden Toten, den Netzwerken von vormals wie Friendster, Myspace, Second Life, keine Träne hinterher. Wir sind Heuschrecken. Seit vier Jahren hat sich in der Social Media Landschaft nicht wirklich viel geändert – was die Plattformen angeht. Die Änderungen sind subtil, ständig werden Funktionen erweitert, das Design angepasst, die Plattformen ausgebaut, die Verknüpfung von Daten erweitert. Hier und da ein neues Nischennetzwerk. Aber im Kern bleibt es bei der ursprüngliche Idee des Internets: Dezentral vernetzen, Informationen teilen, freundlich sein.

Die Netzwerke, die sich in den letzten vier Jahren etabliert haben, haben sich im Kern nicht verändert. Wir sind aber Heuschrecken. Wir langweilen uns schnell und wollen weiterziehen. Die Leude wollen, dass was passiert.

Heute hat Google begonnen, sein nagelneues Social Network Google+ auch in Deutschland zu streuen. So sieht das aus:

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Im Kern ist es eigentlich ein Facebook-Clone. Was aber Google+ von Facebook unterscheidet ist, dass es kein eingezäunter Garten ist, sondern dass es das Potential hat sich als relevante Schicht über das ganze Internet zu legen. Ein Social Network, das immer da ist. Was Google+ strategisch schon jetzt besser macht als Facebook ist das Hinausragen in das gesamte Internet. Google ist bereits heute das Internet. Facebook ist ein geschlossenes System, das mit seinem externen Like-Button oder Facebook Connect Anker nach Außen wirft. Google+ ist “nur” ein weiteres Interface von Google unter all den Google-Services, das dem eigentlichen Kerngeschäft dient: des Verstehens und Verknüpfens von Daten- und Informationsströmen im Internet. Könnt ihr Euch noch dran erinnern, dass Google Jahre nachdem es gut funktionierende Freemail-Anbieter gab, auf einmal GMail launchte? Das machen die ja übrigens nicht aus Spass. Das machen die, um relevante Services als Interface zu unserem Verhalten zu bauen. Jetzt hat Google begonnen ein Social Network in ihre Strategie integriert. Dein Social Graph aus dem Google-Imperium wird deine Google-Suchergebnisse mit beeinflussen. Facebook und Internetsuche? Allein schon die Suche innerhalb von Facebook funktioniert ja nur solala.

Unter uns: im Grundprinzip des Internets – Geben-und-Nehmen – ist Google besser als Facebook. Wir geben Daten, Google gibt ziemlich gute und nützlichen Services. Facebook nimmt Daten, wir bekommen kurzweiliges Entertainment, das uns schnell langweilt.

Und ausserdem, was der Popkulturjunkie sagt: WARUM GOOGLE+ ETWAS RICHTIG GROSSES WERDEN KANN:

Das alles ist noch gar nicht so spannend. Doch das, was daraus entstehen kann – das ist es, warum ich an eine große Zukunft von Google+ glaube. Ich war nie ein großer Freund von Facebook. Das abgeschottete System des Netzes im Netz hat mich immer gestört. Warum sollte ich Leuten in Facebook Messages schreiben, dort Spiele spielen, wenn ich das doch auch alles im richtigen Internet kann. Genau da sehe ich die großen Möglichkeiten, die Google+ bieten kann, wenn die Entwickler es wollen. Denn: Google hat zu fast allen wichtigen Aspekten des Netzlebens Tools und Angebote, die im Internet existieren – und nicht in einem abgeschotteten Facebook-Netz.

01. Juli 2011 von Tillmann Allmer
Kategorien: Allgemein, Internet & Social Media | Schlagwörter: , , , | 14 Kommentare

Film: Catfish

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Catfish, USA 2010; Regie: Henry Joost, Ariel Schulman; gesehen am 2.12.2010

Der Film gibt vor, die Entwicklung einer Facebook-Romanze zwischen einem New Yorker Fotografen und einem attraktiven Mädchen vom Land zu dokumentieren. Eine Hoffnung auf Liebe, gebaut aus Profilbildern, Chats, Mails, Briefen und Pakten. Die Hoffnung kippt, als die Protagonisten sich tatsächlich gegenüberstehen und sich herausstellt, dass die Familie rund um das Mädchen auf einem Netzwerk aus Fake-Accounts beruht.

Anfang des Jahres in Sundance gelaufen wird der Film hauptsächlich kontrovers behandelt bezüglich der Frage, ob er eine Fake-Doku ist oder nicht. Die Filmemacher geben vor, dass alles so passiert ist, wie sie es dokumentieren. Ganz sicher bin auch ich mir bis zum Ende nicht, tendiere aber zur Fake-Doku. Aber eine sehr gut Fake Doku. Schmaler Grad.

Aber das Gattungsgeplänkel ist eigentlich vollkommen egal. Viel wichtigere Elemente: Aufbau von Emotionen zu einer rein medial vermittelnden Figur/Familie. Social Media als psychologisches Ventil, um bestimmte Defizite im Leben zu kompensieren. Für Filme mit dieser Thematik recht unprätentiöses und gelungenes Einpflechten von Internet-Bildwelten in die Dokufilmästhetik.

Hier der Trailer auf YouTube (Direktlink):

02. Dezember 2010 von Tillmann Allmer
Kategorien: Allgemein, Film, Filmtagebuch, Internet & Social Media | Schlagwörter: , , , , , , | Schreibe einen Kommentar

Hallo Diaspora.

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Heute also Diaspora. Das neue Social Network, das endlich verspricht, für alle Aspekte der Verstreutheit meiner Netzidentitäten, ein gefälliger Container zu sein. Diaspora wurde mit den Vorschusslorbeeren einer ernst zu nehmenden (und vor allem Open Source-)Alternative zu Facebook entwickelt. In der Alpha-Version hat das Netzwerk gestern in den USA und über persönliche Einladungen heute in Deutschland die Runde gemacht. Es ist schon erstaunlich, wie schnelllebig diese Invites zirkulieren. Bei Twitter war es in der Anfangszeit so, dass man noch zu den coolen Kindern gehörte, wenn man innerhalb von Wochen oder Monaten dazu stieß. Heute war es eine Sache von Stunden. Ich habe einen Invite um 12:30 Uhr von einem noch cooleren Kind (@tlgg) bekommen. Wer mich zu einem seiner Aspekte hinzufügen möchte, ich freu mich: tristessedeluxe@joindiaspora.com

Natürlich ist Diaspora nicht wie Facebook und noch lange keine Alternative in der Funktionalität. Aber man kann erahnen, was da noch kommen wird. Mein erster Eindruck: ich find’s angenehm fluffig in der Bedienung, auch wenn noch wichtige Funktionen, die vor allem das Erweitern des Bekanntenkreises angehen, fehlen. Das kommt aber sicher alles noch. Kein Grund zu nörgeln. Wir befinden uns schließlich in der Alpha. Bin gespannt, wie sich das entwickelt.

Prinzipiell finde ich die Aufteilung von Status-Streams in die “Aspekte” meines Lebens sehr zielführend. Es wäre wünschenswert, wenn in einer der nächsten Versionen den Aspekten auch externe Networks zuordbar sind. Ich etwa alle arbeitsrelevanten Updates zu Xing und LinkedIn schicken kann, oder so.

PS: Willst du ein Invite zu Diaspora? Schreib mir eine Mail.
UPDATE: Meine Invites sind jetzt alle.

25. November 2010 von Tillmann Allmer
Kategorien: Allgemein, Internet & Social Media | Schlagwörter: , , , , , | 5 Kommentare