Archiv für Kinder

Im Geschwindigkeitsrausch.

Heute stand Fahrradfahrenüben auf dem Programm. Nach dem Winter war heute der erste Tag mit ausgedehnter Kiezpatroullie mit der ganzen Familie. Dafür hatten wir endlich wieder die Kinderräder aus dem Keller geholt.

Der Kleine möchte zwar gern das Tretrad nutzen, ist aber etwas ungeduldig und schnell genervt, da das alles noch nicht so richtig klappt. Anders die Große, mit sanftem Druck meinerseits und Selbstgewissheit ihrerseits war heute sozusagen der erste Tag, an dem sie wirklich Fahrrad fuhr. Wir hatten letztes Jahr schon immer wieder geübt, aber heute hat’s dann einfach funktioniert. Man muss ihr am Anfang zwar noch mit einem kleinen Schubser Schwung geben, aber dann klappt es schon ganz gut:

Lange geübt. Jetzt kann sie es. from tristessedeluxe on Vimeo.

Eigentlich ist es vollkommen albern. Jedes Kind lernt irgendwann mal Fahrradfahren. Aber ich bin gerade stolz wie Oskar. Und ein bisschen sentimental: Es ist fast wie damals auf dem leeren Supermarktparkplatz an einem Sonntag im Sommer, als mein Vater mir die Stützräder abmontierte und ich nach ein paar Versuchen meine neue Freiheit genoss.

02. März 2013 von Tillmann Allmer
Kategorien: Kinder | Schlagwörter: , , , | 2 Kommentare

Fünfter Geburtstag.

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(Warten auf Oma & Opa.)

Und schon wieder sind fünf Jahre vergangen. Viel ist passiert und ich habe den Eindruck, die Zeit verfliegt mit den beiden Kindern viel schneller, als in den fünf Jahren davor. Lustiger und lebendiger verfliegt die Zeit auf jeden Fall. Wie das heute vor fünf Jahren war, haben wir eben noch mal nachgelesen: Ein paar blödsinnige Gedanken, ein paar Handyfotos und die Tweets von ihrer Geburt Anfang Februar 2008.

<3

03. Februar 2013 von Tillmann Allmer
Kategorien: Kinder | Schlagwörter: , | 1 Kommentar

Wir haben jetzt auch Creepercards zu Hause

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An unserem Esstisch in der Küche wurden jetzt Regeln eingeführt in Form von selbstgemalten Zetteln an der Wand. Es ist ein erster Ansatz, den Kindern so etwas wie “Demokratie” beizubringen und sich auf ein gemeinsames Regelwerk zu einigen. (Für mich persönlich wäre es in diesen Tagen auch ein Vorschlag, wie man das Creepercards-Gate hätte insgesamt anders angehen können (Hurra, ich verlinke das erste mal seit 2003 Fefe!): Gemeinsam sich auf Spielregeln einigen, statt konfrontativ zu werden und sich die eigenen Betonköpfe einzurennen. Das aber nur am Rande von einem unbeteiligten Beobachter aus der Ferne.)

Zu den Regeln. Die 6 Tischgebote im Hause, die übrigens auch für Besuch gelten:

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1. Kacke-sagen am Tisch verboten. Auch keine sexistische Kackscheisse.

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2. Schubsen am Tisch verboten.

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3. Hauen am Tisch verboten.

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4. Lebensmittel schmeißen während des Essens (hier in Form einer Spiralnudel) verboten.

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5. Daumenlutschen am Tisch verboten.

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6. Kratzen verboten.

Ich bin mir sicher, in den nächsten Wochen wird das Regelwerk noch verfeinert. Ellenbogen, Schmatzen und Popeln werden zügig hinzukommen. Aber auch wir Eltern werden uns noch umsehen: Den anderen nicht ausreden lassen? Verboten. Wörter, die die Kinder nicht hören sollen ausbuchstabieren? Verboten. Ironie und Sarkasmus? Verboten. Während des Essens ins iPhone schauen? Verboten. Demokratie fordert ihre Opfer.

Man kann so viel von der nachkommenden Generation lernen. Mir scheint viel zu häufig, dass sich die eigene Generationssphäre zu sehr um sich selbst dreht. Gefangen in der eigenen Echokammer. Kaum ein Ohr für Ältere sowie Jüngere. Ich freue mich schon sehr auf die Zeit, wenn mir meine Kinder endlich das Internet, Online-Gaming und den ganzen anderen Kram nochmal aus der anderen Richtung beibringen.

Trends sind ja ein sehr flüchtiges Erzeugnis unserer Zeit. Was ist das nächste neue Ding? Wer kann welches Buzzword im nächsten Pitch mit der Essenz eines Trends ausfüllen? Zu jedem Jahreswechsel schleudert jeder eine handvoll Trends hinaus als Wettervorhersage für das neue Jahr. Ich beobachte das mit großem Interesse. Man kann selber seinen Horizont abgleichen, sehen, wer sich mit 4 Jahre alten Trends versucht am Markt zu positionieren, wer an Trends aus dem letzten Jahr festhält (weil das Neugeschäft in der Richtung Platz für Phantasie lässt) und wer wirklich neue Trends aufspürt, die dann in 2-4 Jahren in jedermanns Munde sein werden.

In diesem Jahr ist mir von all diesen Jahreswechsel Trend-Artikeln wenig hängen geblieben. Nur einer: Josh Miller hat seine jüngere Schwester, die in die 10. Klasse geht, befragt, wie sie und ihre Leute Internet, Mobile und Social Networks nutzt. Einge lesenswerte Insights und Gedanken, die vielleicht nicht die Trends für 2013 sind, aber erahnen lassen, wohin die Reise gehen könnte.

Auch beruhigend zu lesen: 5 Trends, die man 2013 getrost ignorieren kann. Darunter QR-Codes (immer noch?!), Big Data (das ging schnell), BYOD, Gamification (endlich!) und Consumer Internet Companies.

Alles Gute für 2013. Zankt Euch nicht so viel.

03. Januar 2013 von Tillmann Allmer
Kategorien: Allgemein, Gesellschaft, Internet & Social Media, Kinder | Schlagwörter: , , , | 8 Kommentare

Ausgewechselt.

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Was muss das für ein Quantensprung sein, von einem Nokia 6230 (Jahrgang 2004) auf ein heute zwei Jahre altes iPhone zu wechseln? Ich selber habe alle zwei Jahre das Handymodell aktualisiert, war schon früh begeisterter Nutzer vom mobilem Internet, habe also die technische Evolution in angemessener Zeit durchschritten. Die Liebste hat gestern ihr altgedientes Handy ausgewechselt und trägt ab jetzt mein altes iPhone 4 auf. Mit großer Neugier, Freude und Leichtigkeit haben wir zusammen die alte SIM-Karte mit der Nagelschere auf eine Micro-SIM für das iPhone gestutzt und einen kleinen Datentarif hinzu gebucht. So soll es sein.

Man bildet sich ja am Anfang immer so viel ein. Ob es nun bestimmte Bands, talentierte Regisseure, das Bloggen, mobiles Internet, Smartphones, oder gar Twitter ist – irgendwann wird alles, was man mal für sich mit Begeisterung entdeckt hat, Normalität. Das ist gut. Ich darf mir nur nicht immer so viel drauf einbilden, endlich Teil einer Avantgarde gewesen zu sein. Ich bin gespannt, wie sich das technische Update in unsere Familien einleben wird. Die Vierjährige hat es zumindest schnell verstanden, dass sie jetzt zwei Elternteile hat, die sie anbetteln kann, um Schlumpfendorf zu spielen.

What’s next? Das ist eine sehr traurige Frage, denn da ist gerade gefühlt Nichts. Vermutlich kommt da so schnell auch nichts Revolutionäres. Eher Konsolidierung von Bekanntem. Ich sag bescheid, wenn ich was finde.

30. September 2012 von Tillmann Allmer
Kategorien: Fotos, Handy | Schlagwörter: , , , | 3 Kommentare

Kann man den Fernsehturm an den Füßen kitzeln?

(Man kann es nicht. Der hat gar keine Füße, wurde abgeklärt festgestellt.)

 

16. September 2012 von Tillmann Allmer
Kategorien: Berlin, Fotos, Kinder | Schlagwörter: , , , , | Schreibe einen Kommentar

Eule steigen lassen.

Beide Kinder sind felsenfest überzeugt, dass wir eine Eule haben, keinen Drachen. Auch sonst wird sehr genau differenziert, was da am Himmel fliegt. Heute haben wir zum Beispiel auch bewußt den Rosinenbomber gesehen und das rote Wasserflugzeug vom Treptower Park. Flugzeuge, die Rosinen und Schokolade abwerfen oder auf dem Wasser landen können! Kinderwunderaugen.

15. September 2012 von Tillmann Allmer
Kategorien: Fotos, Kinder | Schlagwörter: , | Schreibe einen Kommentar

Devil Fingers.

01. Januar 2012 von Tillmann Allmer
Kategorien: Allgemein, Fotos, Kinder | Schlagwörter: , , | Schreibe einen Kommentar

So swag, dass man mit Tilt Shift alles so aussehen lassen kann wie eine Modelleisenbahnlandschaft.

23. Dezember 2011 von Tillmann Allmer
Kategorien: Allgemein, Fotos, Kinder | Schlagwörter: , | 1 Kommentar

Film: The Tree of Life

Und dann hatten wir ja letzten Freitag den Cannes Palme Gewinnerfilm The Tree of Life gesehen, von dem ich nicht wusste, was ich davon halten möchte. Ich hatte den Film schon fast wieder vergessen, als ich heute auf dem Weg zur Arbeit im NSFW030-Podcast hörte, wie sich Tim und Holgi über Stan Kubrick streiten. Explizit verteidigt Tim 2001 – A Space Odyssee als großartigen Film, während Holgi nur entgegensetzt, der Film sei langweilig. Und irgendwo dann ja auch gelesen, dass “The Tree of Life” an “2001″ erinnere. Aber wie Tim da seine Analyse des Kubrik-Films runterimprovisiert und das tatsächlich gute Argumente für den Film und für Kubrik sind, fällt mir dann doch in Gedanken auf, wie blass The Tree of Life im Vergleich tatsächlich ist.

Nichtsdestotrotz ein interessanter Film, kann man sehen, sollte man im Kino sehen, große Leinwand und so. Aber langweiliger Kopfkram, also wach im Kopf sollte man schon sein. Große Werbebilder, Archetypen, Plateaux des menschlichen Daseins, Gottesdienst und Entstehungsgeschichte in einem Konglomarat aus Familienepos/ -Drama und naturwissenschaftlichem Infotainment. Der Makrokosmus und die Kernfamilie. Also alles ganz, ganz große Bögen, in den man sich schnell verlieren kann.

Aber genau das ist ja das Konzept des Tree of Life:

The concept of a tree of life as a many-branched tree illustrating the idea that all life on earth is related has been used in science, religion, philosophy, mythology, and other areas. A tree of life is variously;

1. a motif in various world theologies, mythologies, and philosophies;
2. a metaphor for the livelihood of the spirit.
3. a mystical concept alluding to the interconnectedness of all life on our planet; and
4. a metaphor for common descent in the evolutionary sense.

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The Tree of Life; USA, Indien 2011; Regie: Terrence Malick; gesehen am 24.6.2011 im Odeon.

29. Juni 2011 von Tillmann Allmer
Kategorien: Film, Filmtagebuch, Kinder | Schlagwörter: , , , , , , , , , , | 2 Kommentare

Meine Vatertagsgeschenke.

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Stein mit Käfer und Glitzer. Blaue Biene mit Kulleraugen auf Wäscheklammer zum Anstecken. Herz zum Umhängen mit Widmung auf Rückseite “Mein Papi ist der Beste.”

2009 sah mein erstes Vatertagsgeschenk so aus.

02. Juni 2011 von Tillmann Allmer
Kategorien: Kinder | Schlagwörter: , | 1 Kommentar

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