Archiv für Urlaub

Bin dann mal weg.

Ich bin am Atlantik. Seid brav, streitet euch nicht und lasst das Internet ganz.

06. Juni 2012 von Tillmann Allmer
Kategorien: Allgemein | Schlagwörter: | Schreibe einen Kommentar

Eine Minute Ostsee.


Eine kurze Erinnerung an den Kurzurlaub.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich hinweisen auf die wunderbare Vimeo-Gruppe http://vimeo.com/groups/thepicturesdontmove: ungeschnittene, unbewegte, unperformte Videoschnipsel! Sehr interessante Sachen dabei.

22. September 2010 von Tillmann Allmer
Kategorien: Allgemein, Film, Filme online | Schlagwörter: , , | 1 Kommentar

Panzer.

Panzer
(Automat für Kinder an der Seebrücke Koserow, Usedom)

Es ist die polnische Firma Automaty Kupper, die deutsche Supermarktketten und Tourismusziele mit Fahrzeugautomaten für Kinder ausstattet. Vermutlich irgendein historisch-psychologisches Ventil, oder so.

Seitdem ich Kinder habe, ertappe ich mich (leider) immer öfter bei dem reaktionären Gedanken, dass irgendetwas zu unserer Zeit so nicht möglich gewesen wäre. Zum Glück fehlt für solche Behauptungen die sauberer Untersuchungsgrundlage, denn zu zahlreich sind die Variablen, um tatsächlich haltbare Vergleiche zwischen meiner Zeit als 0,6-2,6 Jährigem und der Zeit unserer Kinder zu machen. Trotzdem.

Aber das Zeitgefühl geht mir derweil eh immer verlohrener. Ich bin heute 38 Jahre alt geworden und empfinde mich eigentlich immer noch als “junger Mann”. Zugegeben, bis auf die eine oder andere Schrulligkeit. Hier auf der Insel Usedom, wo wir ein paar freundliche Familientage verbringen, gehört man zu dieser Jahreszeit tatsächlich zum jüngeren Publikum. Es ist geradezu eine Zeitkapsel. Es lebe die Melancholie der Nachsaison!

Überhaupt. Diese Rentner auf diesen Inseln zu dieser Saison mit ihren Hunden. Noch nie ist mir so stark aufgefallen, dass Tierhaltung auch ein Ersatz für Kinderhaltung ist. Und umso fragwürdiger, warum beides sich so großer Beliebtheit erfreut, kann man doch weder mit Hund noch mit Kind einen klaren, vernüftigen Gedanken fassen, sondern ist ganztägig mit Erziehung, Liebhaben und Ballwerfen beschäftigt.

“Ein Kind ist Lifestyle, zwei Kinder sind Familie, drei Kinder sind asozial”, sagte einmal eine gemeinsame Freundin. Eigene stichprobenhafte Beobachtungen am Strand bestätigen dies. Es hat tatsächlich eine interessante Eigendynamik, was Nachwuchs aus Paaren macht (neben der schönen Tatsache, dass einem beinahe täglich das Herz ein klein wenig gebrochen wird).

Apropos Kriegsspielzeug. Auf Usedom kann man bekanntlich Bernstein finden. Bekanntlich wurde ehemals auf Usedom auch mit Raketen experimentiert, die im Krieg gegen die Briten eingesetzt wurden. Nicht verwunderlich, dass diese sich wehrten unter anderem mit dem Abwurf von Brandbomben. Brandbomben bestanden aus Phosphor und Phosphor hat am Strand eine gewisse Ähnlichkeit mit Bernstein, kann aber (anders als Bernstein) bei veränderter Temperatur, etwa in der Hosentasche, ziemlich gefährlich werden. Auch wenn der letzte Phosphorfund auf Usedom vor fünf Jahren war: Obacht. Wieder was gelernt, was einem ohne Kinder schnurzpiepe gewesen wäre.

20. September 2010 von Tillmann Allmer
Kategorien: Allgemein, Fotos, Kinder | Schlagwörter: , , , , , , , | Schreibe einen Kommentar

Kulturhaus Zinnowitz

Kulturhaus Zinnowitz
Kulturverfall (Symbolbild).

Ich mag, wie gewollt das “L” da so schief hängt. Ein Szenenbildner hätte es sich nicht besser ausmalen können.

19. September 2010 von Tillmann Allmer
Kategorien: Allgemein, Fotos | Schlagwörter: , | 2 Kommentare

Das verflixte siebte Blogjahr.

Es ist etwas ruhig geworden in diesem Weblog. Einhergehend mit diversen externen Einflüssen (Job, Familie, Selbstfindung) passe ich mich da dem allgemeinen Trend der allgemeinen Konsolidierung des Bloghypes an. Viele von Euch kennen es, und es wird ja auch gern thematisiert: Neben Twitter, Facebook und diversen anderen, vermeintlich schnelleren Plattformen ist das verhältnismässig gemächliche Bloggen beinahe zu einer altmodischen Form der Internetkommunikation geworden. Warum noch schreiben? Wenn man YouTube-Videos oder gute Links teilen möchte, öffnet man nicht mehr den Blogeditor, schreibt eine kurze Notiz oder sammelt am Abend, was einem rückblickend für den Tag wichtig erschien. Heute reicht ein Klick auf einen Daumen, oder ein Bookmarklet im Browser und schon verteilt sich der Link auf allen beliebigen Social Networks, die man so pflegt. Man kann sich schnell einbilden, dass man darüber auch eine gewisse Meinung performen, eine Netzidentität pflegen kann. Ich glaube aber, mir reicht das publizistisch-konsumierende Rumgeklicken nicht, mir ist das zu beliebig. Ich möchte nachdenken und nachdenken kann ich beim Schreiben.

Es sind die kleinen, persönlichen Dinge, die mich an Weblogs reizen. Jene Dinge, die man sich nicht mit Oliver Gassners Blogtipps zur Besucher- und Reichweitensteigerung aneignen kann. Jene Dinge, die einen selber antreiben zu schreibe, und die es einem Wert sind über etwas zu schreiben. Wenn die Motivation eines Blogautors jedoch nur in Reichweite und Popularität begründet liegt, merkt man das dem Blog schnell an, finde ich. Es wird langweilig und bald verliert auch der Blogger selber das Interesse. Oder er wird Profiblogger. Andererseits ist Publikum natürlich sehr wichtig. Viel wichtiger bei all dem ist aber der eigentliche Inhalt. Doch worüber und wozu schreibe ich nach sieben Blogjahren?

Ja, es ist eine schnelllebige Zeit, ich hab einiges um die Ohren und bin of müde. Trotzdem möchte ich hier wieder etwas mehr Schwung reinbekommen. Das Bloggen nicht so bierernst nehmen, es muss ja nicht immer ein fertiger, großartiger Text sein. Es soll bitte schön weitergehen. Wie und worüber, dass weiss ich nicht. Vielleicht ist das das Hauptproblem, dass ich inhaltlich nicht mehr so weitermachen möchte, wie die letzten sieben Blogjahre. Andererseits gab es da ja auch immer die Selbstreflexion. Ich hab schon überlegt, ob ich mir einfach eine eigene Social Media Strategie entwickle, exemplarisch als Blog-Serie, so wie man das auch gemeinsam mit einem Kunden entwickeln würde. Mit Channel-Strategie und dem gesamten Komplettpaket zur Erarbeitung einer digitalen (Marken)Identität.

Ich fang erstmal mit Urlaub an. Ich kann das Meer schon hören, denn ich schreibe diesen Text mit Ommwriter, einem ganz besinnlichen Texteditor, den ich jenen von Euch ans Herz lege, die gern ohne visuelle Störungen schreiben wollen (verfügbar für Mac als free & paid Versionen).

16. September 2010 von Tillmann Allmer
Kategorien: Allgemein, Internet & Social Media | Schlagwörter: , , , , , , , , , , , | 2 Kommentare